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Galerie: Vorstellung BMW i3

Vorstellung: BMW i3

Smart + A2 = i3

08.08.2011

BMW zeigt mehr Wagemut als andere Hersteller, wenn es um die Zukunft der Mobilität geht. Das jetzt vorgestellte BMW i3 Konzeptauto vereint konsequenten Leichtbau mit futuristischem Design und Assistenzsystemen, die an den Kinohit „Tron“ erinnern. Doch im Gegensatz zu Audi A2 und Smart, die ihrer Zeit voraus waren, wird der kompakte Zukunfts-BMW im Jahr 2013 zur rechten Zeit kommen.

2020 ist das Jahr, in dem in Deutschland eine Million Elektroautos fahren sollen. BMW will sich nicht nur hier ein großes Stück vom Kuchen sichern, sondern auch in anderen Märkten ein zukunftsfähiges Auto anbieten. Im Fokus haben die Münchner die Metropolen, die sogenannten Megacities mit mehreren Millionen Einwohnern.

Preis? Geheim!

Galerie: Vorstellung BMW i32013 soll der kompakte BMW i3 zu haben sein. Doch man hält sich noch bedeckt, zu welchem Preis. Es gilt aber als wahrscheinlich, dass er preislich mit einem BMW 3er konkurrieren wird; der Opel Ampera (mit einem Einstandspreis von 42.900 Euro) kann als direkte Konkurrenz gesehen werden. Der BMW i3 soll sowohl zu leasen, als auch zu kaufen sein.

Vertriebsseitig werden Firmenkunden eine große Rolle spielen, wenn Preise zwischen 40.000 und 50.000 Euro angepeilt sind. Auch das Internet wird ein wichtiger Absatzkanal werden, die laufenden Feldversuche mit individuell und auf Stundenbasis mietbaren BMW ist aktuell der erste Schritt in diese Richtung.

Fortschrittlich

Galerie: Vorstellung BMW i3Technisch ist der BMW i3 das derzeit fortschrittlichste, serienfähige Batterie-Auto. Er ist mit einer Kohlefaser-Karosserie konsequent auf Leichtbau getrimmt. Neben der Batterie wird diese Technologie der größte Kostentreiber sein. Doch der Vorteil liegt auf der Hand: 250 bis 350 Kilogramm soll der i3 laut BMW leichter sein als ein vergleichbares Auto mit Verbrennungsmotor. Konkret stehen 1.250 Kilogramm in den technischen Daten – inklusive Batterien!

Bei einer Reichweite von 150 Kilometern und 150 km/h Topspeed deckt der BMW i3 den Großteil der Mobilitätsbedürfnisse ab. Um eine noch größere Reichweite zu ermöglichen, wird derzeit auch an einer Range-Extender-Variante gearbeitet, die mit einem kleinen Benzinmotor unterwegs Strom produziert. Denkbar ist, dass es sich dabei um die hocheffiziente 3-Zylinder-Maschine aus dem i8 handelt.

Technisch optimal

Galerie: Vorstellung BMW i3Der Elektromotor sitzt an der Hinterachse und leistet 170 PS oder 125 Kilowatt. Ohne Getriebe surrt der i3 durch die 250 Newtonmeter Drehmoment gleichmäßig in Richtung 150 km/h, Tempo 100 soll in unter acht Sekunden erreicht sein.

Dabei funktioniert die eMaschine auch als Generator, der Fahrer kann dann sogar mit dem „Gas“pedal bremsen und Energie in die Batterien zurückspeichern. Ein normales Bremspedal ist natürlich auch an Bord.

Von Grund auf neu

Als Neukonstruktion konnte beim BMW i3 ein optimal auf elektroantrieb optimiertes Package erstellt werden. Denn die Konstruktion eines herkömmlichen Autos ist darauf ausgerichtet, einen schweren Motor an der Antriebsachse vorne zu platzieren und einen vergleichsweise leichten Tank hinten. Beim i3 hat sich dies umgekehrt: der leichte E-Motor sitzt hinten, die schweren Batterien in der Fahrzeugmitte unter den Passagieren. Dadurch liegt der Schwerpunkt sehr niedrig und die Gewichtsverteilung ist sehr ausgeglichen. Beides sind Voraussetzungen für ein agiles Fahrverhalten, welches durch den Hinterradantrieb nochmals unterstrichen wird.

Von den kleinen Maßen des Motors und dem fehlenden Treibstofftank unter der Heckbank profitieren die Passagiere: Der Innenraum kann um die Insassen herum optimiert werden.

Optisch emotional

Galerie: Vorstellung BMW i3Der Viersitzer ist daher keine vier Meter lang (exakt: 3.845 Millimeter) und bietet gleichzeitig einen langen Radstands von knapp 2,6 Metern an: Der kleine ist innen ganz groß. Der Fokus liegt auf den Passagieren, die wegen des fehlenden Mitteltunnels auf den vier Sitzen bequem unterkommen. Allein der Kofferraum liegt mit 200 Litern unter dem in der Kompaktklasse üblichen Werten, dabei ist er durch die steile Heckscheibe gut nutzbar.

Der Fahrer kann sich nicht nur durch die beiden Info-Displays am Armaturenbrett über den jeweiligen Fahrzeugstatus informieren, sondern natürlich auch über eine Smartphone-App. Die futuristische Grafik ist auf den jeweiligen Displays identisch und innovativ: Die Reichweite wird auf einer Karte dargestellt, bei Bedarf können Ladestationen direkt eingeblendet werden.

Galerie: Vorstellung BMW i3Auch die Routenplanung ist per Handy machbar, die Batterieladung kann darauf hin optimiert werden. Außerdem können bei Bedarf auch die Fahrpläne der öffentlichen Verkehrsmittel in die Routenplanung einbezogen werde.

Fazit

Langsam geht es richtig los, mit der Elektromobilität. Es wird in den nächsten Monaten bis zwei Jahren sehr viele verschiedene Lösungen geben, bei denen drei Konzepte um die Gunst der Kunden werben werden: Batterie-elektrische Autos, solche mit Range-Extender und Plug-In-Hybride. BMW wird die beiden vielversprechendsten davon im i3 realisieren: Den jetzt vorgestellten Batterie-i3 und einen späteren mit Range Extender. Damit stellt sich ein langstreckentauglicher City-Stromer der Konkurrenz, der jedoch vor allem wegen seines konsequenten Kohlefaser-Leichtbaus in den Punkten Innovation und Leichtbau den Ton angeben wird.

Und egal welcher Trend sich im Jahr 2020 abzeichnen wird: Ohne den Leichtbau funktioniert keiner.

 

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