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Test: Skoda Octavia Scout

Test: Skoda Octavia Scout

Ein Allrounder für Aktive

13.03.2015

Unser aller Alltag ist derart durchgeplant und normiert, dass wir uns gerne mal kleine Fluchten gönnen. So packen wir denn unseren polartauglichen Rucksack, ziehen die Outdoor-Kleidung an und fahren ins Abenteuer-Schwimmbad. Zu diesem aufregenden Ausflug muss natürlich auch das Auto passen. Ein normaler Pkw wäre da zu wenig, ein kerniger Geländewagen zu viel. Aber es gibt ja zum Glück Alternativen, in Gestalt von leicht auf SUV getrimmten Kombis zum Beispiel. Der Audi A4 Allroad ist so einer, der kommende Volvo V60 Cross Country ein anderer und unser Testwagen ein weiterer: Der Skoda Octavia Scout.

Test Skoda Octavia ScoutGalerie

Wie die anderen Fahrzeuge der Leichtgelände-Klasse zeichnet sich auch der Tscheche durch deren typischen Insignien aus. Als da wären vor allem eine erhöhte Bodenfreiheit (um 3,1 cm) und eine leichte Offroad-Optik, beim Octavia in erster Linie durch schwarze Kunststoffbeplankungen am Grill, Türschwellern und Radhäusern. Es könnte allerdings Menschen geben, die den normalen Octavia Combi schöner finden. Ach ja, der Scout ist immer ein Kombi, eine Limousine im Harte-Kerl-Stil gibt es nicht. Jetzt nehmen wir noch diverse Kleinigkeiten wie spezielle Einstiegsleisen in den Türen und ein paar „Scout“-Hinweise im Innenraum, schon sind die wichtigsten Unterschiede zu einem gleich motorisierten normalen Octavia Combi aufgezählt.

Allrad und Automatik serienmäßig

Test Skoda Octavia ScoutNicht vergessen dürfen wir allerdings zwei im Grundpreis von 32.650 Euro enthaltende Extras: Dieser Skoda verfügt über einen modernen permanenten Allradantrieb und das Getriebe ist zudem immer ein Sechsgang-DSG.

Womit wir bei einem Problem wären. Zwar ist der Octavia Scout nichts für Schattenparker, aber eine etwas komfortablere Abstimmung des Getriebes wäre trotzdem schön gewesen. Nun ist ein Doppelkupplungsgetriebe von seiner technischen Natur her natürlich keine sanft arbeitende Wandlerautomatik. Trotzdem: Beim Anfahren und vor allem beim rückwärtigen Rangieren nervt, dass die Kupplung auf ganz leichtes Gas geben zunächst gar nicht anspricht, um dann umso ruckartiger einzulegen. Das kann zu ungewollten kleinen Sprüngen und in engen Parklücken damit zum Problem werden.

Ansonsten macht der Skoda ganz auf VW, das heißt es ist verdammt schwer, ihm größere Schwächen nachzuweisen. Das Fahrwerk ist zwar recht straff abgestimmt, allerdings nicht unangenehm. Der starke Diesel erweist sich einmal mehr als ein tolles Stück Ingenieurskunst. Hier entwickelt der bekannte 2.0 TDI starke 184 PS, mehr als genug für den 1,6 Tonnen wiegenden Scout. Gut, der Verbrauch: 5,1 Liter werden versprochen, wir haben im Schnitt 7,8 Liter benötigt, wobei die Bandbreite je nach Einsatz von leicht über 6 bis deutlich über 9 Liter reichte. Das fanden wir angesichts der Fahrzeuggröße in Ordnung, denn 7 Liter und mehr verbraucht noch heute mancher Kleinwagen in der Praxis.

Viel Platz zum Entfalten

Test Skoda Octavia ScoutJa, der von Skoda „Combi“ getaufte Kombi ist sogar ein wirklich großes Auto. Auf seinen 4,69 Metern Gesamtlänge finden sich entsprechend einladende Platzverhältnisse. Und zwar – bis auf den Platz hinten Mitte – überall. Der Kofferraum fasst zudem mit 610 Litern reichlich Gepäck, nach Umlegen der Rücksitze gehen sogar 1740 Liter rein. Hinzu kommen erstklassige Sitze und ein zwar im Stil der Marke nüchterner, aber modern eingerichteter Arbeitsplatz für den Fahrer. Hier überzeugte vor allem das moderne Infotainment-System mit großem, berührungsempfindlichem Display.

Das alles bietet allerdings auch der normale Octavia Combi, selbst Allrad und DSG sind in der 184-PS-Version immer mit an Bord. Ein Blick in die Preisliste des Herstellers verrät allerdings Überraschendes: Die leistungsstärkste Version gibt es ohne Scout-Zusätze nur in der hochwertigsten Ausstattungsstufe L&K für 36.050 Euro, die Scout-Version kostet dagegen 3400 Euro weniger. Wer die Offroad-Attitüde liebt und auf ein wenig Ausstattung verzichtet -  oder einzeln nachbestellt -  fährt mit dem Combi Scout bei dieser Motorisierung also sogar günstiger.

Wobei Skoda natürlich günstig vor allem dann ist, wenn man die Modelle der Tschechen mit denen von VW oder gar Audi vergleicht. Ein edler eingerichteter A4 Allroad kostet zum Beispiel schon im Grundpreis bis zu 7000 Euro mehr. Allen Marken des VW-Konzerns gemein sind die seitenlangen Aufpreislisten. Das gilt auch für Skoda und für den Octavia. Unsere Wunschliste – Navi, Leder, diverse Assistenzsystem, eine elektrische Heckklappe etc. – ließen die Preise im Konfigurator schnell über 45.000 Euro schnellen.

Für vieles zu haben

Aber was soll´s. Wenn es um unsere Freizeit geht, ist uns ja auch nichts zu teuer. Wer eine Funktionsjacke für 600 Euro kauft, um damit doch nur in der City einkaufen zu gehen, darf sich erst recht einen Skoda Octavia Combi Scout leisten. So schafft der Tscheche souverän einen seltenen Spagat: Er passt sowohl zum Jägersmann, der ab und zu Waldwege befährt, als auch zum samstäglich die Innenstadt aufsuchenden Schnäppchen-Jäger. (as/sp-x)

 

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