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Galerie: Study Porsche 918 RSR

Study: Porsche 918 RSR

Hardcore-Rennlabor

17.01.2011

Ein bisschen Vergangenheit, viel Zukunft und ein Technik-Potpourri aus den beiden noch jungen Porsche-Studien 918 Spyder und 911 GT3 R Hybrid - so präsentiert sich das offiziell als „Rennlabor der Zukunft“ betitelte Showcar 918 RSR auf der Detroit Motor Show 2011. Obwohl im veritablen Racing-Dress, dürfte die Hybrid-Flunder auch Ausblick auf einen Supersportwagen für die Straße geben, der vermutlich 918 heißen wird.

Optisch gibt sich der RSR als enger Verwandter des im März 2010 auf dem Genfer Autosalon gezeigten 918 Spyder. Doch statt der offenen Dachkonstruktion handelt es sich bei der Detroit-Studie um ein geschlossenes Coupé. Zudem hat Porsche dem Mittelmotor-Flitzer eine waschechte Rennwagen-Optik verpasst und schlägt der RSR mit seinem Design außerdem eine Brücke zu historischen Langstrecken-Rennwagen von Porsche aus den 1960er und 1970er Jahren, wie etwa dem 908 oder 917.

Galerie: Study Porsche 918 RSRWeitere optische Besonderheiten des RSR mit seiner Monocoque-CFK-Karosserie sind unter anderem die schräg nach oben öffnenden Einstiegstüren, ein hinter der Fahrgastzelle zwischen den Ram-Air-Ansaugstutzen befindliches Lüfterrad oder die neue Außenfarbe Liquid Metal Chromblau die von diversen grellen Orange-Akzenten kontrastiert wird.

Extreme Power, extremes Hybridmodul

Der Hybridantrieb des 918 RSR setzt sich zusammen aus einem Hochdrehzahl-V8-Benziner mit Direkteinspritzung, der aus lediglich 3,4 Liter Hubraum enorme 563 PS via Sechs-Gang-Renngetriebe an die Hinterräder leitet. Hinzu kommen noch zwei jeweils 102 PS starke Elektromotoren an den Vorderrädern. Die Fahrleistungen hat Porsche noch nicht bekannt gegeben, doch dürfte der RSR etwas schneller als der 918 Spyder sein. Im Klartext: Der 100-km/h-Sprint dauert unter drei Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt jenseits der 330 km/h.

Galerie: Study Porsche 918 RSRBereits der 918 Spyder verfügte über eine ähnliche Kombination aus E- und Verbrennungsmotoren, der Strom für den Elektroantrieb kam jedoch aus einer Lithium-Ionen-Batterie. Der RSR bezieht seinen Strom für die E-Motoren hingegen aus einem Schwungradspeicher, wie er beim 911 GT3 R Hybrid zum Einsatz gekommen ist. Hierbei wird per Rekuperation beim Bremsen der Schwungradspeicher „geladen“. Das Besondere: In kurzer Zeit kann dieser Speicher große Energiemengen aufnehmen und umgehend wieder abgeben. So nimmt der Schwungradspeicher zum Beispiel bei einer Kurveneinfahrt Energie auf, die bei der Kurvenausfahrt wieder für den Vortrieb genutzt werden kann.

Per Knopfdruck ruft der Fahrer des RSR nach eigenem Gusto diesen kurzweiligen Elektroboost ab. So kann er auf Wunsch auch die E-Motor-Power bei Überholvorgängen einsetzen. Alternativ lässt die gespeicherte Energie zur Effizienzsteigerung nutzen. Letzteres ist vor allem für den Einsatz bei Langstreckenrennen interessant, um damit die Reichweite zu erhöhen. Zum praktischen Renneinsatz soll der 918 RSR übrigens bei den 24h am Nürburgring kommen, die vom 23. bis 26.6.2011 stattfinden werden.

So funktioniert die Schwungradspeicherung:

Ausblick auf Serienmodell

Der relativ große Schwungradspeicher, der aussieht wie eine Waschmaschine für den Einsatz in der Weltraumfahrt, wurde im RSR dort untergebracht, wo sich normalerweise der Beifahrersitz befindet. Optisch steht der Schwungradspeicher im deutlichen Kontrast zum sonst sehr schnörkellos ergonomisch gestalteten Rennsporttrimm des Cockpits. Dieses wurde noch mit mittelbraunen Lederakzenten verfeinert. Vielleicht ist diese Aufhübschung auch ein Hinweis auf ein mögliches Styling für ein kommendes Serien-Interieur.

Apropos kommendes Serienmodell: Da Porsche mittlerweile zum VW-Konzern gehört, wird man in Zuffenhausen nicht mehr an der Logik der kostensparenden Plattform-Philosophie vorbeientwickeln können. Exklusive Porsche-Plattformen wie die des Panamera wird es künftig wohl nicht mehr geben. Und so dürfte auch eine von den 918-Studien abgeleitete Serienversion als Basis für Abkömmlinge anderer Sportwagen-Hersteller herhalten. Lamborghini oder Audi hätten sicherlich noch Platz in ihrer Modellpalette für eine Extrem-Flunder mit Porsche-Genen. Bis allerdings ein 918 oder mögliche Derivate auf die Straße kommen, werden noch einige Jahre vergehen.

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