Probefahrt

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Nach den Gesprächen und den Informationsaustausch mit dem Verkäufer wird es nun ernst. Ihr Wunschfahrzeug ist zum Greifen nah. Mit der richtigen Vorbereitung auf die Besichtigung vor Ort kommen Sie Ihrem Ziel immer näher. Dazu gehören Termin- und Ortsvereinbarung, technische und praktische Prüfung sowie Preisverhandlung. Viel Erfolg!

Zeit und Ort

Legen Sie die Uhrzeit am besten so, dass Sie bei vollem Tageslicht alles gut sehen können. Sinnvollerweise sollten Sie sowohl in der Stadt als auch über Landstraßen fahren – mit entsprechend höheren Geschwindigkeiten als innerhalb geschlossener Ortschaften. Vermeiden Sie daher Zeiten mit hoher Stauwahrscheinlichkeit und überlegen Sie sich schon vorher eine abwechslungsreiche Route. Wenn Sie möchten, können Sie während der Probefahrt einen Check in einer Werkstatt machen lassen. Dies sollten Sie aber nur in Abstimmung mit dem Verkäufer tun.

Papiere

Nehmen Sie Ihren Führerschein und Ausweis mit. Lassen Sie sich schon vor der Probefahrt die Papiere des Fahrzeugs zeigen. Wichtig: Hat der Wagen noch TÜV und ist er angemeldet bzw. versichert? Ebenso erforderlich ist ein rechtlich einwandfreier Kfz-Kaufvertrag. Ein entsprechendes Formular finden Sie hier.

Probefahrt

Bei Ihrer Ankunft sollte der Motor kalt sein, damit Sie das Startverhalten beurteilen können. Testen Sie Bremsen, Kupplung und alle Lichter. Kontrollieren Sie den Ölstand und achten Sie darauf, ob das Auto schnell und problemlos anspringt. Hält der Motor schnell den Leerlauf und läuft er ruhig und ohne auffällige Klapper- oder Quietschgeräusche? Trennt die Kupplung sauber und ohne Geräusche, reagiert das Bremspedal schnell und ohne mehrmaliges Treten? Wenn Sie in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis einen „Autofachmann“ haben, bitten Sie ihn mitzukommen und das Fahrzeug zu beurteilen. Wichtige Hinweise gibt auch unsere Checkliste zum Fahrzeugcheck. Bitten Sie den Verkäufer ruhig, mitzufahren. So können Sie ihn direkt bei der Fahrt nach möglichen Auffälligkeiten befragen.

Zustand und Kilometerstand

Leider fälschen manche Verkäufer den Kilometerstand, indem Sie durch Manipulieren eine geringere Laufleistung vorgeben, das Auto also „jünger“ machen. Achten Sie also auf Umstände, die den Kilometerstand glaubwürdig machen: Werkstattrechnungen mit Kilometerangaben, übermäßig durchgesessene Sitze, abgewetzte Schaltknüppel und Fußpedale.

Sollte der Wagen lange Jahre gleichmäßig gefahren worden sein und in den letzten ein, zwei Jahren plötzlich nicht mehr, sollten Sie nach den Gründen fragen. Achten Sie darauf, wie der Verkäufer reagiert und ob seine Erklärung glaubwürdig ist. Wichtig: Lassen Sie sich den angegebenen Kilometerstand im Kaufvertrag schriftlich bestätigen.

Garantie und Haftung

Wenn Sie von Privatpersonen kaufen, kann der Verkäufer jegliche Garantie oder Haftung ausschließen. Das heißt: Für nach dem Kauf auftretende Mängel oder Defekte haftet der Privatverkäufer dann nicht. Dies gilt jedoch nicht, wenn der Privatverkäufer Ihnen wissentlich und arglistig Mängel oder Defekte verschwiegen hat.

Kaufen Sie bei einem gewerblichen Händler, muss dieser 12 Monate für auftretende Mängel haften. Selbst wenn er dies im Kaufvertrag ausschließt, ist er zur Haftung gesetzlich verpflichtet. Für Details und Besonderheiten fragen Sie am besten bei rechtsberatenden Stellen wie dem ADAC nach oder recherchieren Sie im Internet.

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