Inhaltliche Aspekte Kaufvertrag

sc.advisor.distribute.sale.handling.A.jpg
„Was du schwarz auf weiß hast, kannst du getrost nach Hause tragen“, sagt der Volksmund. Beim Fahrzeugverkauf gilt dies ganz besonders, denn der Auto-Kaufvertrag ist die rechtliche Basis des Verkaufs und definiert alle wichtigen Angaben: Käufer, Verkäufer, Fahrzeug-Fahrgestellnummer, Umstände, Preis, Zahlungsbestätigung, Ort, Datum. Gibt es im Nachhinein Streit, ist er eine wichtige Rechtsgrundlage und kann über den Ausgang entscheiden.

Ist der Käufer gefunden, geht es nun vor allem darum, formal und rechtlich alles richtig zu machen. Im Mittelpunkt steht dabei der Kaufvertrag – er beweist, dass ein Geschäft zustande gekommen ist, und sollte alle wichtigen Informationen beinhalten. Es gibt eine Reihe gesetzlicher Regelungen, die grundsätzlich Bestand haben, darüber hinaus gelten die Vereinbarungen, die Sie im Kfz-Kaufvertrag schriftlich festhalten.

Sicher fahren Sie mit unserem Kfz-Kaufvertrag. Er umfasst alle Themen, die relevant sind und enthält Hinweise zu einzelnen Punkten – speziell zur Geld- und Fahrzeugübergabe sowie Haftungsregelung. Achten Sie beim Verkauf auch darauf, dass der Käufer 18 Jahre alt ist – sonst benötigen Sie eine schriftliche Vollmacht des Erziehungsberechtigten.

Hinweise und rechtliche Regelungen

Gewährleistung sollten Sie als privater Verkäufer ausschließen – wie im Mustervertrag vorgesehen. Der private Verkäufer ist berechtigt, die Gewährleistung auszuschließen.

Mängel, die Ihnen bekannt oder offensichtlich sind, sowie größere Reparaturen wie Austauschmotor, Unfallschäden, neues Getriebe etc. sollten Sie im Kaufvertrag erwähnen. Grundsätzlich sollten Sie alle Ihnen bekannten Mängel im Kaufvertrag auflisten – damit ersparen Sie sich spätere Reklamationen und Vorwürfe.

Unfallschäden dürfen Sie auf keinen Fall verschweigen. Hatte Ihr Fahrzeug einen Unfall, beschreiben Sie den Schaden detailliert und übergeben Sie entsprechende Gutachten und Reparaturrechnungen. Sind Sie nicht der einzige Vorbesitzer des Fahrzeugs, schränken Sie „unfallfrei“ auf Ihre Nutzungsdauer ein. Im Zweifel können Sie auch einen Gutachter zu Rate ziehen.

Gewerbliche Nutzung müssen Sie angeben, falls Sie das Fahrzeug gewerblich im Einsatz hatten, z. B. als Taxi sowie Miet- oder Fahrschulwagen. Falls Sie dies verschweigen, kann der Kaufvertrag im Nachhinein unter Umständen für nichtig erklärt werden.

Tipp:

Seien Sie grundsätzlich ehrlich. Denn wenn Sie vorsätzlich falsche Angaben machen, ist unter Umständen der gesamte Kaufvertrag im Nachhinein anfechtbar!
Und: Verkaufen Sie ein Fahrzeug niemals ohne Kaufvertrag.

Artikel weiterempfehlen