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Einen Käufer kann man sich leider nicht immer aussuchen. Umso mehr sind Menschenkenntnis und eine gute Portion Skepsis gefragt.
Hat der Käufer Ihres Autos Geheimnisse vor Ihnen? Gut, er soll Ihnen bestimmt nicht seine Lebensgeschichte erzählen, nur weil er Ihr Auto kauft. Aber schön ist es schon, wenn man weiß, wo man ihn tagsüber erreichen kann und unter welcher Festnetznummer er das Telefon am Abend abhebt. Wenn er offen mit diesen Informationen umgeht, spricht das sicher für ihn.
Es ist ja durchaus denkbar, dass ein Käufer den Gebrauchtwagen erst nach 22.00 Uhr abholen kann. Aber dann sollten Sie schon skeptisch sein und das Geschäft auf keinen Fall alleine abwickeln. Bitten Sie unbedingt einen Bekannten, Ihnen zur Seite zu stehen. Mehr Vertrauen erweckt ein Käufer, der eine Uhrzeit vorschlägt, die Ihnen die Möglichkeit gibt, den Kaufpreis gleich oder unmittelbar danach bei einer Bank einzuzahlen oder dort die Scheine überprüfen zu lassen.
Entschuldigung, ich kann das Auto nicht bei Ihnen abholen. Könnten Sie nicht in den Waldweg kommen? Ich fahre Sie danach gerne nach Hause. Wenn dieser Waldweg tatsächlich an einem dunklen Waldstück liegt, sollten Sie solche Bitten höflich ablehnen. Auch Unterführungen und anderen derartigen „markanten Treffpunkten“ sind mit großer Skepsis zu begegnen.
Ein seriöser Käufer wird auch keine windigen Zahlungsmethoden vorschlagen und schon gar nicht einen Scheck anbieten, weil er weiß, dass dies für den Verkäufer nicht zumutbar ist.
Papiere und Schlüssel nehmen, einen Umschlag mit Geldscheinen überreichen und „tschüss“. So wird sich ein solider Geschäftspartner nicht verhalten. Er wird sich Zeit nehmen, um noch offene Fragen zu klären und Sie bitten, das Geld sorgfältig nachzuzählen.
Ein solider Käufer ist an einem ordentlichen Vertrag genauso interessiert, wie sie selbst.