Betrugsinserate und -E-mails

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Betrüger haben es so gut wie nie auf Ihr Auto abgesehen, wohl aber auf Ihr Geld oder sensible Daten wie Kontoverbindung oder Kreditkarten-Informationen. Seien Sie bei aller Gelassenheit also immer auch ein wenig wachsam. In der Folge sagen wir Ihnen, woran Sie derartige Betrüger erkennen und an welchem Punkt Sie den Kontakt abbrechen sollten.

Phishing

Unter dem Vorwand, dass irgendetwas mit Ihrem Account nicht stimmt, eine Rechnung nicht bezahlt wurde oder ein anderes Problem zu lösen ist, erhalten Sie eine E-Mail. Darin werden Sie aufgefordert, Daten anzugeben oder auf einen Link zu klicken, auf dessen Seite Sie dann vertrauliche Daten preisgeben sollen: Adresse, Kontodaten, Kreditkarten o. Ä. In diesem Moment sollten Sie sofort abbrechen. Zu Ihrer Sicherheit können Sie mit AutoScout24 Kontakt aufnehmen (per Telefon oder E-Mail) und den Sachverhalt klären, bevor Sie Daten aufgrund einer E-Mail-Aufforderung übermitteln.

Kauf per E-Mail-Bestätigung

Nach der Einstellung Ihres Inserats erhalten Sie einen Anruf von einem Interessenten, der Ihr Fahrzeug kaufen möchte. Unter dem Vorwand, den Besichtigungstermin für das Fahrzeug zu bestätigen, werden Sie aufgefordert, Ihre Adresse per E-Mail zu bestätigen oder ein „Ok“ zu versenden.

Tatsächlich handelt es sich bei diesen E-Mails aber um eine Kaufvertragsbestätigung – meist zu einem deutlich geringeren Preis, als der tatsächliche Wert des Fahrzeugs. Von diesem Zeitpunkt an besteht der Betrüger auf Vertragserfüllung, also den Verkauf des Fahrzeugs zum angeblich vereinbarten Preis.

Sollten Sie dem Interessenten das Fahrzeug nicht verkaufen wollen oder es inzwischen an jemanden anderen verkauft haben, droht dieser, rechtliche Schritte einzuleiten und Schadenersatz wegen Nichterfüllung des Kaufvertrags geltend zu machen. Er behauptet, mit Ihrer E-Mail einen Beweis für einen gültigen Kaufvertrag zu haben. In Ausnahmefällen kann der Betrüger damit vor Gericht sogar Recht bekommen.

Seien Sie daher besonders vorsichtig bei der Beantwortung von unaufgefordert erhaltenen E-Mails potenzieller Interessenten. Und lesen Sie die zu bestätigende E-Mail detailliert durch.

Scheckbetrug

Hier schlägt der potenzielle Käufer vor, das Fahrzeug per Scheck zu bezahlen. Nach der Einreichung übernimmt der „Käufer“ das Fahrzeug, später platzt der Scheck dann jedoch und wird Ihrem Konto somit nicht gutgeschrieben. Die Folge: Ihr Fahrzeug ist weg, Ihr Geld ebenso und der Käufer ist nicht auffindbar bzw. nicht erreichbar.

Eine beliebte Variante ist auch, dass der „Käufer“ den Scheck unter irgendwelchen Vorwänden höher als den Kaufbetrag ausstellt und von Ihnen die Differenz bar haben möchte. In beiden Fällen sollten Sie ablehnen. Grundsätzlich gilt: Gebrauchtwagen werden üblicherweise bar bezahlt.

Kostenpflichtige Rufnummer

Hände weg von einer Nachfrage, bei der als Rückruf-Kontakt eine Telefonnummer angegeben wird, für die zusätzliche Kosten anfallen. Vermutlich landen Sie in der Warteschleife eines Betrügers, der alleine mit Ihrem Anruf Geld verdient. Rufen Sie verdächtige Telefonnummern nicht zurück bzw. legen Sie bei Warteschleifen sofort auf.

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