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Das Reinigen des eigenen Fahrzeugs ist für viele Autofahrer eine eigene Wissenschaft. Die Wissenschaft besteht also im Wesentlich darin, mit überschaubaren Handgriffen das beste Ergebnis herauszuholen. Der Weg in die Waschstraße ist dabei mit Sicherheit der Bequemste, dennoch ist das Ergebnis oftmals nicht optimal. Zusätzlich sind die aufgerufenen Preise meist recht happig und im schlimmsten Fall entstehen am heiß geliebten Fahrzeug auch noch Schäden. Günstiger und besser geht es demnach, wenn man sich einfach einen Eimer schnappt und selbst tätig wird.
Wer sein Fahrzeug immer in der Waschstraße wäscht, der sollte immerhin darauf achten, dass die Anlage auf schonende Textiltücher vertraut. Die herkömmlichen Borsten stumpfen nach vielen Waschungen ab und verursachen leichte Kratzer auf dem Lack. Diese werden besonders in der Sonne sichtbar und sind einfach überflüssig. Oftmals lassen die Waschstraßenbetreiber die Borsten bewusst länger in Gebrauch, schließlich wollen auch sie Kosten einsparen.
Eine Textilwaschstraße geht sanfter vor und verursacht alleine durch den Aufbau keine Kratzer. Allerdings gibt es dafür auch keine Garantie, schließlich kann der Vorgänger ein stark verschmutztes Auto besessen haben. Schön wenn dann kleine Schmutzpartikel oder Steinchen von den Tüchern in den Lack einmassiert werden. In diesem Fall haftet noch nicht einmal der Betreiber.
Des Weiteren sollte man beim Benutzen einer Waschstraße auf die nötige Bodenfreiheit und die maximale Fahrzeughöhe achten. Fahrzeuge mit einem tief gelegten Fahrzeug können nur in Anlagen gereinigt werden, die keine Erhebungen haben. Besonders hohe Fahrzeuge müssen auf Waschstraßen ausweichen, die auch für Lastwagen genügen.
Besser geht das alles, wenn man sein Fahrzeug mit der Hand wäscht. Allerdings sollte man dabei auch ein paar Dinge beachten, ansonsten macht man sich mehr Arbeit als nötig.
Der beste Anfang erfolgt in einer Waschbox mit Hochdruckreiniger. Für ein paar Euro kann man sein Fahrzeug vom groben Schmutz befreien und vor allem im Winter den Unterboden vor gefährlichem Salz befreien. Spezielle Waschprogramme sorgen bereits bei diesem Waschgang für streifenfreien Glanz. Auf das Wachsen oder das Benutzen einer Schaumbürste sollte man jedoch verzichten. Ersteres ist nicht mit gutem Fahrzeugwachs zu vergleichen und verschmutzt zudem die Scheiben, Zweites verkratzt analog zur Waschstraße den Lack. Der Griff zu Schwamm und Eimer ist auch möglich, kann aber auch Kratzer verursachen und ist zudem auf der Straße verboten. Ein Gang zum Waschplatz damit unumgänglich.
Ist das Fahrzeug sauber, muss es abgeledert werden. Mit einem weichen Tuch werden restliche Schmutzpartikel vom Lack gewischt. Gleichzeitig sieht man so, ob einige Stellen eine intensivere Behandlung benötigen. Ist das Fahrzeug trocken, ist das Auto in der Regel wie neu. Eine Waschstraße hinterlässt dagegen immer Wasserflecken oder Schlieren.
Das Ergebnis wird durch eine Wachsversiegelung abgerundet. Dabei wird das flüssige Wachs mit einem trockenen Tuch auf das gereinigte Fahrzeug aufgetragen und nach kurzer Antrocknung wieder wegpoliert. Dazu sind jeweils weiche Stoff- oder Mikrofasertücher geeignet. Je nach Fahrzeugalter und Lackzustand reicht ein normaler Wachs ohne Polierpartikel. Verwitterte oder ausgeblichene Lacke sollten mit einer Politur behandelt werden. So wird eine Farbschicht abgetragen und damit die Farbe wieder intensiviert.
Neben dem glänzenden Anblick, ist ein eingewachstes Fahrzeug auch bei weitem nicht so anfällig für neue Verschmutzungen. Regenwasser perlt ab und spült Verschmutzungen einfach mit ab. Kleine Wassertröpfchen nach dem Regen beweisen den guten Wachszustand des Fahrzeugs. Ganz angenehm ist zudem, dass sich Vogelkot oder Insektenreste nicht so leicht einbrennen können.
Wenn das Fahrzeug nach der Reinigung immer noch schmutzig ist oder sich leichter Flugrost bzw. Baumharz auf dem Lack gebildet hat, dann gibt es im Fachhandel besondere Lackreiniger. Diese Reiniger lösen alle Reste und nehmen auch restliches Wachs auf. Nach der Behandlung ist der Lack wieder komplett jungfräulich, allerdings ist eine nachträgliche Versiegelung mit Wachs notwendig.
Das Fahrzeug soll aber nicht nur glänzen, sonder auch im Inneren einen guten Eindruck machen. Als erstes sollte man das Fahrzeug aussaugen und die Fußmatten abklopfen. Mit einem Kunststoffreiniger lassen sich die Farben wieder auffrischen. Nebenbei nehmen antistatische Tücher den letzten Staub auf. Bei Fahrzeugen mit Lederausstattung empfiehlt sich ein spezieller Lederreiniger. Dieser frischt ebenfalls die Lederfarbe auf und sorgt damit für eine längere Erhaltung des Neuzustands.
Das Reinigen der Scheiben ist für die meisten ein Grauen. Schließlich denkt man sich beim Putzen: Wow, die Scheibe ist wieder sauber. Bei den ersten Sonneneinstrahlungen oder ungünstigem Lichteinfall des Gegenverkehrs sieht man wieder Streifen. Ein Patentrezept gibt es nicht, jedoch sollte man die Scheiben niemals in der prallen Sonnen putzen. Am besten geht es in einer Garage oder an kühlen Tagen. Warme Scheiben fördern auch die Schlierenbildung. Als Tuch eignet sich ebenfalls ein Mikrofasertuch oder eine weiche Papierrolle. Der Vorteil der Mikrofaser besteht in der absoluten Fuselfreiheit.
Das Autowaschen nimmt, wenn man es schonend und gut machen will, mehr Zeit ein, als der Besuch einer Waschstraße. Dafür bleibt das Auto auf lange Zeit ohne künstliche Kratzer.