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Ein jeder Autobesitzer hat schon mal eine solche Situation erlebt. Da unternimmt man am Wochenende einen Familienausflug mit den Kindern und am Montag erlebt man die böse Überraschung. Der Autoinnenraum ist total verschmutzt, die Fenster verschmiert und die Polster haben auch schon mal bessere Tage gesehen. Bei solchen Fällen ist eine Innenraumreinigung angesagt.
Bevor man sich an die einzelnen Reinigungsphasen heranwagt, kommt zuvor die gründliche
Reinigung mit einem Staubsauger. Zuvor entfernt man alle losen Teile, welche evtl. mit eingesaugt werden
können sowie die Fuß- und Bodenmatten. Danach werden gründlich der Boden sowie die Polster, als auch
die Ablageflächen und -taschen abgesaugt. Besonders bei den Sitzen ist darauf zu achten, dass man auch
in den Ritzen saugt, da sich dort hauptsächlich der Schmutz ablagert. Bevor man die Fußmatten wieder
in das Auto legt, werden diese ausgeklopft und abgesaugt. Der Staubsaugvorgang ist damit nicht beendet.
Auch der Kofferraum muss regelmäßig gesaugt werden. Dort sollte man auch die abnehmbare Ablage herausnehmen
und bis unter das Reserverad saugen. Dies sollte man gleich als Möglichkeit nutzen, das Reserverad auf
seine Funktionsfähigkeit hin zu überprüfen. Anschließend beginnt die zweite Reinigungsstufe.
Als
einfachstes Mittel der Wahl hat sich normaler Haushaltsreiniger bewährt, der im warmen Wasser aufgelöst
wird. Mit einem weichen Tuch – am besten eignen sich Tücher aus Mikrofaser – werden alle Plastikteile
wie Cockpit, Armlehnen als auch die Fenster feucht abgewischt. Mit einem zweiten Tuch wird nachgetrocknet.
Die Fenster als auch die Innenspiegel lassen sich mit einem herkömmlichen Fensterreiniger und einigen
Haushaltstüchern am einfachsten und gründlichsten reinigen.
Die Polster bedürfen einer speziellen Reinigung. Falls diese schon stärker verschmutzt
sind, empfiehlt es sich einen Polsterreiniger auf Schaumbasis zu nutzen. Dieser wird auf die Polster
aufgesprüht und danach wird der Schaum mittels einer Bürste in das Polster eingearbeitet. Nach einer
gewissen Einwirkzeit werden die Polster mit einem Staubsauger abgesaugt. Auf diese Weise entfernt man
den Schmutz aus den Tiefen der Polster.
Da die Polster dabei nass werden, sollte man
eine solche Tiefenreinigung nur in der warmen Jahreszeit durchführen, da die Feuchtigkeit evtl. im Winter
nicht trocknet und es so zu Schimmelbildung kommen kann.
Auch die Fußmatten kann man
auf diese Art reinigen. Nur wird hier stattdessen ein Teppichreiniger verwandt.
Was
bei diesen Arten von Reinigern beachtet werden sollte, dass diese evtl. die Farbe des Stoffes beinträchtigen
können. Man sollte deshalb unbedingt die Gebrauchsanweisung durchlesen und den Reiniger zuerst an einer
kleinen unauffälligen Stelle ausprobieren.
Für spezielle Flecken in
den Polstern sollte man ausgesuchte Reiniger verwenden bzw. auf Tricks der Hausfrauen zurückgreifen.
Kinder kauen gerne Kaugummi und dieser wandert schnell auf die Polster, wo er so richtig festklebt.
Kaugummi und andere zähe Materialen entfernt man am besten, in dem man sie mit einem Eisspray kurz einsprüht,
so dass sie einfrieren. Auf diese Weise lässt sich der Kaugummi usw. leicht vom Polster abkratzen. Auch
Schokolade lässt sich so einfach entfernen. Wichtig ist, dass man diese Stellen nach dem Abkratzen mit
einem feuchten Tuch abtupft und nicht daran reibt. Denn dadurch wird der Schmutz in den Stoff hinein
gerieben.
Viele Autos weisen eine Lederausstattung auf. Ledersitze werden am einfachsten zu Beginn leicht feucht abgewischt. Wichtig ist hier, dass das Leder wieder getrocknet ist, bevor man zur weiteren Behandlung übergeht. Nach der Feuchtreinigung und Trocknung gibt es spezielle Lederpflegeprodukte, mit denen das Leder der Sitze und des Autoinnenraumes behandelt werden. Dies sind meist Produkte, welche das Leder geschmeidig halten und es konservieren und es so vor Rissen schützen. Es ist hierbei zu beachten, dass man die Lederpflege gleichmäßig und in einem Durchgang aufträgt. So werden unschöne Flecken auf den Ledersitzen vermieden. Auffällig ist dies vor allem bei sehr hellen Lederprodukten. Auch hier gilt, dass man das Pflegeprodukt zuvor an einer kleinen, nicht sichtbaren Stelle testet, um sicher zu gehen, dass sich die Farbe und das Leder nicht negativ verändern.
Zum Schluss pflegt man noch das Cockpit bzw. die Kunststoffteile im Fahrzeuginnenraum.
Es gibt hierfür sog. Cockpitsprays, mit denen man einfach die Armaturen nach der Reinigung einsprüht.
Besser geeignet sind jedoch Pasten und Cremes, welche mit einem weichen Tuch auf das Cockpit aufgetragen
werden. Bei den Pflegemitteln sollte darauf geachtet werden, dass diese schnell einziehen bzw. antrocknen
und keinen Schmierfilm hinterlassen.
Was bei der Reinigung nicht vergessen werden darf,
ist die Pflege der Türrahmendichtungen mit Wachs- und Ölprodukten, so dass diese im Winter nicht festfrieren.
Bevor man das Auto wieder bewegt, sollte man es gut durchlüften lassen, so dass keine
Feuchtigkeit mehr in den Polstern, Fußmatten oder auf anderem Interieur vorhanden ist.
Wie
oft man das Auto auf diese Weise zu reinigen hat, hängt natürlich von der Nutzung des Fahrzeuges ab.
Eine Komplettreinigung mit allen o.g. Punkten empfiehlt sich im Frühling, Sommer und im Herbst. Ansonsten
gilt alle zwei Wochen den Innenraum zu saugen und feucht abzuwischen. Die Fenster sollten jedes Mal
geputzt werden, da sie dafür sorgen, dass der Fahrer klare Sicht hat.
Wer sein Auto
nicht selbst reinigen kann oder keine Zeit dafür findet, der kann auch professionelle Reinigungsdienste
für den Autoinnenraum in Anspruch nehmen. Man stellt sein Auto dort ab und je nach Auftrag holt man
sein Auto innen und außen top gepflegt wieder ab.