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Artikel veröffentlicht am: 07.03.2011

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Vorstellung: Kia Picanto

Schicker, nobler, besser

Der Kia Picanto war bislang nicht unbedingt das Auto der Träume. Okay, er wird es auch in Zukunft nicht werden. Aber dennoch kann der neue Mini-Koreaner mit Details glänzen, die in der Klasse die Ausnahme sind und mit einem Aussehen, das dem Zwillingsbruder von Hyundai weit überlegen ist.

Kia und Hyundai haben mehrere Gemeinsamkeiten. Beide stammen aus Korea und beide nutzen oft die gleiche Basis für ihre Fahrzeuge. Sowohl beim Chassis als auch bei den Motoren. Vorteil Kia: Schreyer. So heißt der Designer, der mal in deutschen Autokonzernen seinen Stift geschwungen hat. Jetzt ist er bei Kia und zeigt, wie koreanisches Design europäisiert werden kann und der Geschmack aus Europa nach Ostasien erfolgreich transferiert wird.

Eine gewisse Präsenz

Bestes Beispiel: Der neue Kia Picanto. Er ist ein Zwilling des Hyundai i10 und sieht dennoch deutlich erwachsener aus. Die Front erinnert stark an den Kia Venga und vermittelt eine gewisse Präsenz, die in der Klasse nicht sonderlich oft zu finden ist. Am Heck ist es dann etwas vorbei mit den Ideen, dieses sieht eher austauschbar aus.

Zwei Karosserie-Versionen bietet Kia an. Zum einen den Zweitürer und zum anderen den Viertürer. Die gute Nachricht: Selbst der praktischere Viertürer soll beim Preis unter 10.000 Euro bleiben und damit mindestens 300 Euro günstiger sein als der Hyundai.

Dann bekommt man dafür einen knapp 70 PS starken Ein-Liter-Benziner, der seine schmächtigen 95 Newtonmeter aus drei Zylindern schöpft. Eine Stufe drüber rangiert eine Flüssiggas-Variante (LPG). Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine Nachrüstlösung sondern um einen speziell auf die LPG-Technik zugeschnittene Motorisierung. Daher schafft es dieser 1,0-Liter-Drei-Zylinder auch auf 82 PS. Die LPG-Variante ist mit 95 Gramm CO2-Ausstoß übrigens die emissionsärmste Version. Ordert man die optional erhältliche Stopp-Start-Technik, verringert sich der Ausstoß um weitere fünf Gramm.

85-PS-Topmotorisierung

Als vorläufige Topmotorisierung gibt es den 1,25-Liter-Vier-Zylinder, der es auf 85 PS bringt. Einen Diesel wird es nicht geben. Das lehrte bereits die Erfahrung von Hyundai mit dem i10, die vom CRDi-Diesel im vergangenen Jahr lediglich 25 Fahrzeuge in Deutschland verkaufen konnten. Ähnlich gering dürfte der Anteil an Automatik-Picantos werden, zumal der Kunde in diesem Fall anstelle des Fünf-Gang-Getriebes eine betagte Vier-Gang-Automatik erhält.

Im Innenraum des 3,60-Meter-Flohs reicht der Platz, um vier Erwachsene ordentlich zu beherbergen. Selbst hinten reicht der Knieraum auf mittleren Etappen aus. Vorne eröffnet sich indes ungewohnter Luxus, sollte man die Vollausstattung wählen.

So sind in dem kleinen Miniflitzer sogar ein beheizbares Lenkrad, der schlüssellose Motorstart und beispielsweise eine Klimaautomatik in der Optionsliste zu finden. ESP gehört zum Serienumfang, sieben Airbags (Knieairbag) sind möglich. Mit dem neuen Picanto wird Kia seine Stellung in Deutschland und Europa stärken, das ist klar. (mb)