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Galerie: Gebrauchtwagentest Toyota Corolla

Gebrauchtwagentest: Toyota Corolla

Toyotas Dauerläufer

09.02.2018

Zugegeben, der Corolla ist nicht das aufregendste Modell aus dem Hause Toyota. Doch die von 2001 bis 2007 produzierte neunte Generation Kompakte gehört in Sachen Zuverlässigkeit trotzdem zu den Meilensteinen der jüngeren Firmengeschichte. Das Angebot an vernünftigen Zweit- oder Dritthand-Exemplaren schrumpft zwar merklich, ein Blick auf die Stärken und Schwächen des Japaners lohnt sich trotzdem.

Mit einer Länge von 4,18 Meter ist der Corolla knapp zehn Zentimeter kürzer als ein aktueller VW Golf. Optisch ist der neunte Corolla mehr an den europäischen Geschmack angepasst, als seine Vorgänger – damit allerdings weder besonders aufregend noch extrem auffällig geformt. Neben dem Drei- und Fünftürigen Schrägheck hatten die Japaner auch eine Kombi-Version und kurz eine Stufenhecklimousine im Programm, außerdem basiert auf dem Kompakten der Van Corolla Verso. Beim Facelift 2004 wurde die Frontpartie etwas aufgefrischt. Für Kritik sorgte die unpräzise Lenkung, die Fahrwerke dagegen gelten als ausgewogen und gutmütig. Innen ist der Toyota überraschend eng, die Sitze sind geradezu zierlich. Die Gestaltung des Interieurs ist nicht besonders hochwertig, macht aber einen soliden Eindruck. Der Kofferraum des Schräghecks ist mit lediglich 290 Litern Volumen für seine Klasse knapp geschnitten, der Kombi fasst 400 Liter.

Benziner ab 2014

Galerie: Gebrauchtwagentest Toyota CorollaDie Motorenpalette des Corolla ist über die Bauzeit breit gefächert: Die Leistungsspanne reicht von 66 kW/90 PS bis zu 165 kW/224 PS im Top-Modell „TT-S“. Dabei verteilen sich Selbstzünder und Ottomotoren relativ gleichmäßig über die Inserate in den einschlägigen Börsen. Generell gelten die Triebwerke als wenig elastisch, ungewöhnlich viele Probleme gab es mit dem Zweiliter-Diesel, der mit Kraftstoffverlust und kaputten Hochdruck-Pumpen negativ auffiel. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, sollte zu einem Benziner ab dem Facelift 2004 greifen. Hier wurde von Zahnriemen auf Steuerkette umgestellt, was den teuren und aufwendigen Wechsel des Riemens obsolet macht. Als günstige Allrounder bieten sich die 1,4- und 1,6-Liter-Benziner mit 71 kW/97 PS und 81 kW/110 PS an. Allerdings sollte beim 1,4er nach einer möglicherweise verschlissenen Kupplung geschaut werden.

Galerie: Gebrauchtwagentest Toyota CorollaDer Euro-NCAP-Crashtest des Corolla liegt schon 16 Jahre zurück, 2002 gab es immerhin vier Sterne. Mit dem Facelift 2004 legte Toyota nach und fügte den Schleuderschutz ESP, Traktionskontrolle sowie Seitenairbags vorn und Kopfairbags im Fond zum Serienumfang hinzu. Serienmäßig ist die Grundausstattung reichhaltig, mit Radio, Klimaanlage und elektrischen Fensterhebern.

Wenig Mängel

Galerie: Gebrauchtwagentest Toyota CorollaGenerell gilt der letzte Corolla vor der Namensänderung auf „Auris“ als extrem zuverlässig und solide. Zwar gab es 2012 einen Rückruf wegen möglicher Materialfehler an der Lenksäule, ansonsten erreicht der Kompakte bei der Hauptuntersuchung auch mit hohen Kilometerständen bessere Ergebnisse als der Durchschnitt der geprüften Fahrzeuge. Wenn die Prüfer einen Mangel erkennen, geht es meist um verschlissene Bremsscheiben oder alte Bremsleitungen, die porös werden. Rost, Ölverlust, ausgeschlagene Spurstangen oder verstellte Lenkungen sucht man beim Corolla meist aber vergebens.

Galerie: Gebrauchtwagentest Toyota CorollaDer Toyota Corolla ist für Schnäppchenjäger, die ungern Zeit mit Selberschrauben verbringen, ein echter Geheimtipp. Allerdings werden gepflegte Exemplare immer seltener. Das Onlineportal „mobile.de“ listet gerade einmal 55 Fahrzeuge mit gepflegtem Scheckheft unter 100.000 Kilometer. Los geht es bei knapp unter 3.000 Euro. Beim seltenen Topmodell TT-S klettern die Preise schon in Richtung der 20.000 Euro. (sp-x/mf/jms)

 

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