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Gebrauchtwagentest: Skoda Octavia II

Gebrauchtwagentest: Skoda Octavia II

Unauffällig und trotzdem gut dabei

11.08.2016

Obwohl der Skoda Octavia auf dem Golf basiert, gilt er wegen seines großen Platzangebots vielen als günstige Passat-Alternative. In Sachen Langlebigkeit muss sich der Tscheche dank solider Technik aus dem Konzern-Baukasten ebenfalls nicht verstecken. Allerdings ist der große Kompakte ein Kilometerfresser, den dadurch bedingten höheren Verschleiß kann man in der Statistik ablesen.

Gebrauchtwagentest Skoda Octavia IIGalerie

Karosserie und Innenraum: Es gibt den von 2004 bis 2012 gebauten Octavia als Limousine mit großer Heckklappe und als Kombi, sie basieren auf der Plattform des VW Golf IV. Beide Varianten haben in Sachen Platz für Passagiere und Gepäck sowie Komfort gegenüber dem Vorgänger deutlich draufgelegt. Der Kofferraum der Limousine fasst bereits stattliche 560 bis 1.350 Liter und ist dank großer Heckklappe auch recht praktisch. Im Octavia Combi – traditionell mit „C“ - finden 580 bis 1.630 Liter Platz. Der Innenraum ist zwar nicht besonders schick, dafür aber funktional und schlicht. Die Verarbeitung kann sich bei den meisten Fahrzeugen auch noch nach Jahren sehen lassen.

Gutes Handling und viele Motorisierungen

Gebrauchtwagentest Skoda Octavia IIDas in der Bauzeit angebotene Triebwerk-Spektrum reicht vom müden 55 kW/75 PS-Benziner (Limousine) bis zum scharfen RS mit 147 kW/200 PS, auf Diesel-Seite von 77 kW/105 PS bis 125 kW/170 PS. Ab dem Facelift 2009 halten die moderneren TSI-Benziner und Common-Rail-Diesel aus dem VW-Baukasten Einzug. Ab 2009 wurde der Octavia zudem mit LPG-Antrieb angeboten. Gebrauchtwagenkäufer haben die Auswahl zwischen Handschaltung, Automatik- oder Doppelkupplungsgetriebe, auch Allradantrieb hat es gegeben. Der Octavia ist zwar straff, aber ausreichend komfortabel gefedert und lässt sich dank seines kleinen Wendekreises leicht handhaben.

Bitte mit Einparkhilfe

Gebrauchtwagentest Skoda Octavia IISechs Airbags und Isofix-Kindersitzbefestigung sind immer an Bord, auch Zentralverriegelung hat schon die Basisausstattung. Bis 2009 war der Octavia in der Einstiegsvariante allerdings nicht mit ESP ausgerüstet, Gebrauchtwagenkäufer sollten darauf achten, dass der Schleuderschutz an Bord ist. In der Ambiente-Variante sind unter anderem Klimaanlage, Fernbedienung für die Verriegelung und die hintere Einparkhilfe an Bord – letztere ist wegen des recht unübersichtlichen Hecks zu empfehlen.

Durchschnittliches Mägelniveau

Gebrauchtwagentest Skoda Octavia IIDer Octavia II hinterlässt zwar beim TÜV-Prüfer einen durchwachsenen Eindruck, in der Mängelquote liegt er etwa auf Durchschnittsniveau. Allerdings liegt die Kilometerleistung der Dauerläufer auch deutlich über dem Durchschnitt der Klasse. Zum Beispiel werden schon bei der ersten HU die Bremsscheiben moniert - bei im Schnitt 67.000 Kilometern auf dem Tacho allerdings kein Wunder. Neben recht kostengünstig zu behebenden Scheinwerfer-Problemen macht der Octavia lediglich mit gebrochenen Federn und defekten Antriebswellen auf sich aufmerksam. Aufhängung, Lenkung oder Auspuffanlage geben jedenfalls üblicherweise keinen Grund zum Klagen.

Einen brauchbaren gibts ab 4.000 Euro

Solide Technik und praktische Vorzüge - Grundsätzlich ist der Tscheche eine Empfehlung, weshalb man ein Exemplar mit weniger Laufleistung suchen sollte. Unter 100.000 Kilometern starten die Angebote auf den gängigen Internetbörsen knapp unter 4.000 Euro. Für einen Octavia II mit weniger als 70.000 Kilometern muss man schon mindestens 5.500 Euro investieren. (sp-x/hs/jms)

 

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