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Erster Test: VW Amarok Aventura

Erster Test: VW Amarok Aventura

Prachtkerl

27.06.2016

Klassenbester in acht Disziplinen, einzigartig in sechs weiteren: VW geizt bei der Beschreibung der Neu-Amarok-Qualitäten wahrlich nicht mit Superlativen. Und schickt folgerichtig Ende September den Aventura genannten schönsten aller Prachtkerle von Pickups ins Rennen.  

Der Aventura genannte Lastenträger ist mit Sicherheit kein Typ fürs Grobe, sondern einer, der Repräsentationspflichten übernimmt: Sechs Zylinder, 224 PS stark, 55.365 Euro teuer, ausgerüstet mit permanentem Allradantrieb, Acht-Stufen-Automatik, 20-Zoll-Rädern mit schicken Leichtmetallfelgen, und selbstverständlich ist auch innen alles vom Feinsten – kurzum: Dieser Pickup bietet allen Komfort und viele Luxuszutaten. Weshalb nur noch die Formgebung und die für hiesige Parklücken enormen Abmessungen – der Amarok ist 5,25 Meter lang, 1,83 Meter hoch und, Spiegel eingeschlossen, 2,23 Meter breit – daran erinnern, dass dieser Typ in anderen Teilen der Welt Gebiete erschließt, in denen lackierte Stoßfänger, Bi-Xenon-Scheinwerfer, Metall-Applikationen und Leichtmetallfelgen eher fehl am Platz sind.

Erster Test VW Amarok AventuraDarüber hinaus verfügen die Pickups, die VW für Mitteleuropa produziert, grundsätzlich über eine mit zwei Sitzreihen und vier Türen bestückte Kabine, an die sich die 2,52 Quadratmeter Ladefläche anschließen. Der dort gebotene Platz reicht für eine Euro-Palette. Dennoch dürfte speziell der Aventura im gewerblichen Einsatz eher die Chef-Etage mobilisieren als das Arbeitsmaterialien transportierende Volk. Im Privatbesitz wiederum bringt der Fünfsitzer alles mit, was ein Fahrzeug braucht, das als exotische Alternative zum klassischen SUV Karriere machen soll. Die 224 PS, zwischen 3000 und 4500 Touren abrufbar, gehen mit einem Drehmomentmaximum von 550 Newtonmetern einher, satte 130 Newtonmeter mehr als der Vorgänger mit Vierzylinder-TDI zu bieten hatte. Zeigt der Drehzahlmesser einen Wert zwischen 1400 und 2750 an, bewegt sich der Aventura im Bereich höchster Zugkraft. Damit ist ihm erlaubt, bis zu 3,5 Tonnen Anhängelast zu ziehen.

Bemerkenswert ist auch, wie geschmeidig der Amarok den Übergang vom  unbefestigten Untergrund auf Asphalt absolviert: In diesem Pickup sind steile Schotterwege zu erklimmen und lange Autobahn-Touren keine Tortur, sondern – dank einer präzise reagierenden Lenkung und gut konturierter, im Aventura 14-fach elektrisch verstellbarer Sitze – genauso komfortabel zu meistern wie in einem Pkw. Auch die verwindungssteife Kabine leistet einen Beitrag. Dass man sie von den Rahmenbewegungen entkoppelt hat, zahlt sich auf schlechten Wegstrecken aus: Im Innenraum bleibt das Geräuschniveau niedrig. Gleichzeitig garantiert VW Robust- und Dauerhaltbarkeit. Aus diesem Grund verfüge die Antriebseinheit beispielsweise über Steuerkette statt Zahnriemen.

Erster Test VW Amarok AventuraDer Umstieg von Vier- auf Sechszylinder begründet VW mit dringlichen Kundenwünschen. Deshalb werden auch die anderen, erst gegen Jahresende in Europa verfügbaren Amarok-Versionen mit einem 3,0-Liter-V6 bestückt sein. In seiner schwächsten Version – Einstiegspreis rund 30.600 Euro, Mehrwertsteuer inklusive – wird er 163 PS bereitstellen und nur mit Heckantrieb und Sechsgang-Schaltgetriebe zu bekommen sein. Die 204-PS-Version wiederum tritt stets mit zuschaltbarem Allradantrieb an.

Zurück zum Amarok Aventura, dessen ohnehin schon luxuriöse Grundausstattung alle in Pkw üblichen Fahrsicherheitssysteme einschließt und sich nach Belieben und Kontostand verfeinern lässt. VW offeriert unter anderem neueste Entertainment- und Navigationssysteme mit Online-Verkehrsinformationen, Smartphone-Anbindung und digitalem Radio.

  • Technische Daten

Länge: 5,25 m, Breite (mit Spiegel): 2,25 m, Höhe: 1,83 m, Radstand: 3,10 m. Ladefläche/-volumen (bis Oberkante Seitenwände): 2,52 m²/ 1260 l. Leergewicht: rund 2300 kg. Anhängelast: 3500 kg.

165 kW/224 PS bei 3000-4500/min; 550 Nm bei 1400-2750/min; Beschleunigung 0-100 km/h: 7,9 s; Höchstgeschwindigkeit 193 km/h; Verbrauch nach NEFZ-Norm: 7,6 l/100 km;. Ab 46.525 Euro (zuzüglich MWSt).

 

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