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Galerie: Erster Test Volkswagen Touareg

Erster Test: Volkswagen Touareg

Warum noch Limousinen bauen?

10.05.2018

Eine Limousine an der Spitze eines Automobilherstellers? Das war gestern. Heute darf’s gerne mal ein bisschen mehr sein, und was böte sich da besser an, als ein SUV? Bei Volkswagen steht ganz oben nun der Touareg, der den Platz des nicht ganz so erfolgreichen Phaetons einnimmt. Eine erste Sitzprobe im  Upperclass-SUV hatten wir schon bei seiner Premiere in Peking (LINK ZUM TEXT), jetzt stand endlich die erste Ausfahrt an.

Klassische Limousinen haben ausgedient. Erst unlängst wurde bekannt, dass auch der amerikanische Automobilhersteller Ford, sein Limousinen-Angebot eindämmen und sich stärker auf SUV konzentrieren will. Doch kann ein Hochbeiner wirklich ein repräsentatives, elegantes Stufenheck als Top-of-the-line-Modell ersetzen? Nun, es braucht wohl etwas Fingerspitzengefühl, damit am Ende nicht eine Unförmigkeit, wie die in China präsentierte Maybach-Studie (LINK ZUM TEXT) an den Tag gefördert wird.

Luxus wie in einer Limousine

Galerie: Erster Test Volkswagen TouaregWährend die das unförmige Daimler-Concept versucht hat, optische einer Limousine nachzueifern, haben die Touareg-Entwickler viel mehr alles daran gesetzt, alle Annehmlichkeiten einer Luxus-Limousine in ein SUV zu packen. Und in Zeiten des Hochbeiner-Hypes könnte der neue Top-VW so schnell die Herzen der Chauffeure und Fahrgäste erobern.

Galerie: Erster Test Volkswagen TouaregWas sind für Business-Limousinen die wichtigsten Merkmale? Zum einen ein modernes Cockpit – und hier setzt der Touareg ganz neue Maßstäbe mit seinem 15 Zoll großen Infotainment-Touchscreen, den wir schon bei der Premiere bewundert haben (LINK ZUM TEXT). Zum anderen muss das Platzangebot stimmen: Vorne ist das bei dem 4,88-Meter-Schlachtschiff freilich gar kein Thema, aber auch hinten gibt es keinen Grund zur Beanstandung. Selbst wenn der Fahrer ein Sitzriese sein sollte, bietet der Touareg im Fond noch genügend Beinfreiheit. Und natürlich muss es nicht nur geräumig, sondern auch ruhig zugehen: Bereits auf den ersten Metern waren wir von der hervorragenden Dämmung des Motors begeistert, selbst bei starker Leistungsabfrage auf der Autobahn bleibt der Touareg flüsterleise.

Komfortabel und praktisch

Galerie: Erster Test Volkswagen TouaregEbenfalls wichtig: der Komfort. Der Touareg ist vollends auf bequemes gleiten ausgelegt, was man – anders als beispielsweise bei seinem Technik-Bruder Porsche Cayenne – in flotten Kurven deutlich spürt. Hier kann der Hochbeiner seine zwei Tonnen nicht leugnen und wird merklich an den Rand gedrückt. Dafür schluckt der Unterbau so ziemlich jede Unebenheit und verschont, wie es sich für das Flaggschiff gehört, die Insassen vor den Unwirtlichkeiten der Straße.  

Galerie: Erster Test Volkswagen TouaregBleibt noch die Praktikabilität, bei der das SUV bauartbedingt die Nase vor den Stufenheck-Modellen hat. Die Interieur-Designer konnten den Innenraum so optimieren, dass in den Kofferraum rund 100 Liter mehr passen als bisher. Bei voller Besatzung nimmt der Touareg es nun mit 810 Liter auf, legt man die Rücksitze um, wächst das Kofferraumvolumen auf stattliche 1.800 Liter. Und der Wolfsburger nimmt bis zu 3,5 Tonnen an den Haken und ist so im Stande, auch mal zwei Pferde gleichzeitig zu ziehen.

Erstmal nur Diesel

Galerie: Erster Test Volkswagen TouaregApropos Motor: Die meisten Interessenten dürften wohl kurz zusammenzucken, wenn Sie erfahren, dass es den neuen VW Touareg zum Marktstart nur mit Diesel gibt. Richtig gelesen! Wolfsburgs neuer Hochbeiner fährt erstmal ausschließlich mit einem Selbstzünder vor, denn: Abgas-Skandal hin oder her, die meisten Kunden wählen eben immer noch den Diesel. Der anfangs offerierte Drei-Liter-Sechszylinder-Motor ist mit 231 PS respektive 268 PS gespickt und erfüllt selbstverständlich die neue Abgasnorm Euro 6d temp.

Galerie: Erster Test Volkswagen TouaregFür unsere erste Ausfahrt stand das Top-Modell bereit, dass den rund zwei Tonnen schweren Wolfsburger in gut sechs Sekunden auf Landstraßentempo bringt. Für den flotten Start sorgen 600 Newtonmeter Drehmoment, die ihre Kraft zwischen 2.250 und 3.250 Umdrehungen voll entfalten. Die präzise Achtgang-Automatik schaltet flott und fast unbemerkt durch die Gänge, bis das SUV bei 235 km/h seine  Spitzengeschwindigkeit erreicht hat.

V8 und Hybrid folgen

Galerie: Erster Test Volkswagen TouaregFür flotte Überholvorgänge auf Autobahn und Landstraßen reicht die Kraft allemal aus, allerdings lässt die Kraftentfaltung jenseits von 140 km/h etwas nach. Dies werden die später nachgereichten und stärkeren Motoren noch besser beherrschen: Im Herbst folgt ein V6-Otto-Aggregat mit 340 PS, und auch bei den Selbstzündern ist bei 268 PS noch nicht Schluss.

Galerie: Erster Test Volkswagen TouaregWer noch etwas warten kann, und wem sechs Zylinder ohnehin nicht genug sind, der darf sich auf einen V8-Diesel mit 421 PS freuen – ab 2019. Wahrscheinlich folgt dann auch die Plug-In-Version; anders als in China, wo ab Marktstart ein Vierzylinder mit E-Motor kombiniert wird, wird es bei uns wohl auf eine V6-Strom-Kombi hinauslaufen. Aber: Auch wenn V8 und Teilzeitstromer deutlich mehr Spaß versprechen, dürfen den meisten Fahrern die jetzt angebotenen Einstiegs-Motorisierungen für die alltäglichen Aufgaben vollkommen genügen.

 
Fazit
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Nach der ersten Ausfahrt steht fest: Das SUV kann die Oberklasse-Limousine ersetzen. Mit Touareg haben die Volkswagen-Entwickler mit viel Fingerspitzengefühl ein standesgemäßes Flaggschiff geschaffen. Der Unterbau federt auf Oberklasse-Niveau, das Platzangebot ist top, die Verarbeitung sowieso und in Sachen High-Tech fährt der VW ganz vorne mit – nicht zuletzt mit seinem riesigen 15-Zoll-Touchscreen in der Mittelkonsole. Dazu kommt die perfekte Dämmung des Motors, die eine Wohltat für alle ist, die in einer ruhigen Minuten auf der Rückbank entspannen möchten. Und auch die beiden Einstiegsdiesel sind absolut ausreichend, wenngleich die angekündigten Stark-Motoren noch mehr Fahrspaß versprechen. So viel Auto hat allerdings auch seinen Preis: Für den stärkeren Diesel werden mindestens 60.675 Euro fällig, der Einstiegspreis für den schwächeren ist derzeit noch nicht bekannt.  
 
 

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