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Erster Test: Mercedes-Benz S-Klasse Cabrio

Erster Test: Mercedes-Benz S-Klasse Cabrio

S wie …

13.04.2016

… Spaß am Fahren. Vor allem der Fahrspaß kommt im neuen Mercedes-Benz S-Klasse Cabrio nicht zu kurz. Denn wer offenes Fahrvergnügen und Luxus im Überfluss sucht, wird nun endlich auch wieder bei den Stuttgartern fündig. Nach 45 Jahren darf das Mercedes-Luxusmodell, mittlerweile in der sechsten Auflage, wieder einmal die Hüllen fallen lassen. Mit maximalem Komfort und einer ordentlichen Packung Frischluft sorgt es für Fahrspaß – egal ob beim Cruisen an der Cóte d’Azure oder auf dem Sunset Boulevard.

Erster Test Mercedes-Benz S-Klasse CabrioGalerie

Der luxuriöse Innenraum des Sindelfingers hält freilich keine Überraschungen bereit und überzeugt aber auch im Cabriolet auf den ersten Blick. Tadellose Verarbeitungsqualität, feinste Materialien und modernste Technik gehen in der S-Klasse eine Wohlfühl-Symbiose ein. 28 verschiedene Leder-Variationen, vier Verdeck- und sechs Himmelalternativen verschmelzen im Cabrio zu einem in allen Kombinationen stimmigen Gesamtbild und verströmen ein typisches Gefühl von Luxus. Und die großen Fauteuils laden erst recht zum Entspannen und Genießen ein – auf Wunsch natürlich auch mit Massagefunktion. Nur die Rückbank, die will man – cabriotypisch – selbst in der S-Klasse niemandem anbieten.

Erster Test Mercedes-Benz S-Klasse CabrioDas Wohlfühlempfinden entsteht aber nicht nur durch die Optik und feines Gestühl, nein, es wollen alle Sinne angesprochen werden. Vor allem die Nase wird deshalb von den Stuttgartern umgarnt. Wie in der geschlossenen S-Klasse steht auch im Cabrio ein Parfümspender zu Verfügung, serienmäßig und exklusiv wird die Stoffdachlimousine mit dem neuen Duft Pacific Mood ausgeliefert. Ist das Dach allerdings offen, kann man den Raumduft getrost abdrehen und lieber ein bisschen den Geruch der Welt schnuppern.

… Sommer, Sonne, Sonnenschein

Klar, wo passt ein Cabrio besser hin als in die Sonne? Wenn die ersten Strahlen zum Jahresbeginn hervorkommen, sieht man überall die Sonnenanbeter die Stoffmützen und Blechdächer ihrer Cabriolets nach hinten werfen. Im neuen Mercedes-Benz S-Klasse Cabrio geschieht dies auf Knopfdruck vollautomatisch in nur 20 Sekunden und das bei Geschwindigkeiten bis zu 60 km/h.

Erster Test Mercedes-Benz S-Klasse CabrioDamit man das Offenfahren auch an Tagen genießen kann, wo ein paar Wölkchen der Sonne einen Strich durch die Rechnung machen, pustet der mittlerweile schon obligatorische Nackenfön in den Kopfstützen einem warme Luft um den Hals und schützt so vor unliebsamen Verspannungen. Aber nicht nur das: Wie in der Limousine lässt sich auch im Cabriolet die Mittelarmlehne beheizen. Und wenn die Stoffmütze dann doch mal vor Regen oder eisigen Minusgraden schützen muss, wird es dank der vielen verwendeten Stofflagen erstaunlich ruhig im Fahrzeuginnenraum.

… schnell

Für den Antrieb sorgt im S 500 Cabriolet ein 4,7-Liter-Achtzylinder-Benziner mit 455 PS – darunter ist der offene Luxusliner derzeit nicht zu haben. Zu Buche schlägt er mit 139.052 Euro und ist damit gut 15.000 Euro teurer als das gleichstarke Coupé. Die Gegenleistung sind satte 700 Newtonmeter Drehmoment, die beherzt zwischen 1.800 und 3.500 Umdrehungen die Minute zupacken und das fünf Meter lange und gut zwei Tonnen schwere Cabrio in nur 4,6 Sekunden auf Landstraßentempo wuchten. Das tun sie allerdings mitunter so direkt, dass schon ein kleines Zucken mit den Zehen reicht, um den Benz lospreschen zu lassen. Etwas mehr Contenance wäre zumindest im Komfortmodus manchmal wünschenswert.  

Erster Test Mercedes-Benz S-Klasse CabrioNicht zurückhaltend zeigt sich der S 500 auch beim Verbrauch: Laut Hersteller soll er sich mit rund 8,5 Liter Benzin begnügen – doch die zweistellige Verbrauchsmarke wird ohne große Anstrengung schnell geknackt, selbst wenn man den Benz vor allem zum Cruisen hernimmt, was ihm eindeutig besser steht als eine übertrieben sportliche Gangart. Die Lenkung, die alle Richtungs-Befehle direkt befolgt und dem Fahrer unverzüglich Rückmeldung gibt, und die ausgewogene Federung, die unliebsame Hubbel auf der Straße fast gänzlich wegschluckt, sorgen zwar dafür, dass sich das Dickschiff leichtfüßiger anfühlt, als es ist. Doch wirft man den Stuttgarter zu flott in die Kurve, schlägt die Physik zu und der Mercedes drängt nach außen.  

Wer mehr Wert auf Querdynamik legt, sollte sich die AMG-Version anschauen. Damit feiert der Haus-Tuner eine Premiere, die Affalterbacher durften sich nämlich zum ersten Mal an einem S-Klasse Cabrio versuchen – und das ist gelungen. Unter der Motorhaube des  AMG S 63 4Matic steckt ein potenter 585 PS starker 5,5-Liter-Achtzylinder-Benziner. 900 Newtonmeter Drehmoment werden über alle vier Räder auf die Straße entlassen und bringen das Cabrio in nur 3,9 Sekunden auf Tempo 100.

Erster Test Mercedes-Benz S-Klasse CabrioDiese Power steht der AMG-optimierten S-Klasse erstaunlich gut zu Gesicht, sie giert deutlich mehr nach den Kurven und stürzt sich voller Freude hinein, um gleich danach wieder bärenstark heraus zu beschleunigen; den Gewichtsnachteil können freilich auch die AMG-Ingenieure nicht wegzaubern, sie haben ihn aber gut kaschiert. Das der angegebene Spritverbrauch von 10,4 Litern bei artgerechtem Handling nicht realisiert werden kann, versteht sich von alleine. Wer neben dem Luxus mit Stoffmütze noch die flotte Nuance will, muss dafür außerdem noch tiefer in die Tasche greifen: Mit 187.485 Euro steht der AMG S 63 4Matic in der Preisliste.

  • Technische Daten

Länge: 5,03 Meter, Breite: 1,90 Meter, Höhe: 1,42 Meter, Radstand: 2,95 Meter, Kofferraumvolumen: 250 bis 350 Liter

Antrieb:

S 500: 4,7-Liter-V8-Benziner, Heckantrieb, 335 kW/455 PS bei 5.250 U/min, maximales Drehmoment: 700 Nm bei 1.800-3.500 U/min, 0-100 km/h: 4,6 s, Vmax: 250 km/h, Durchschnittsverbrauch: 8,5 Liter, CO2-Ausstoß: 199 g/km, Abgasnorm: Euro 6,

Preis: ab 139.052 Euro

AMG S 63 4Matic: 5,5-Liter-V8-Benziner, Allradantrieb, 430 kW/585 PS bei 5.500 U/min, maximales Drehmoment: 900 Nm bei 2.250-3.750 U/min, 0-100 km/h: 3,9 s, Vmax: 250 km/h, Durchschnittsverbrauch: 10,4 Liter, CO2-Ausstoß: 244 g/km, Abgasnorm: Euro 6,

Preis: ab 187.485 Euro

AMG S 65: 6,0-Liter-V12-Benziner, Heckantrieb, 463 kW/630 PS bei 4.800-5.400 U/min, maximales Drehmoment: 1000 Nm bei 2.300-4.300 U/min, 0-100 km/h: 4,1 s, Vmax: 250 km/h, Durchschnittsverbrauch: 12,0 Liter, CO2-Ausstoß: 272 g/km, Abgasnorm: Euro 6

Preis: ab 254.601 Euro

… und sonst so?

Die beiden Schwaben stehen ab dem 16. April 2016 beim Händler, wollen bestaunt und am liebsten gleich mitgenommen werden. Nur einen Monat später folgt dann auch der AMG S 65. Mit ihm ist die Spitze des S-Klasse-Cabrio-Bergs dann erreicht. Ein Sechsliter-Zwölfzylinder-Benzin-Motor mit 630 Pferdchen schlummert dann unter der Motorhaube. Nicht weniger als glatte 1000 Newtonmeter Drehmoment stehen der S-Klasse in dieser Ausführung zur Verfügung – zu einem stolzen Preis von einer viertel Million Euro.

 
Fazit
hierErster Test Mercedes-Benz S-Klasse Cabrio
Die Stuttgarter verstehen ihr Handwerk und haben mit dem S-Klasse Cabriolet eine längst vergessene Baureihe wieder aufleben lassen – und positionieren sich damit ganz oben. Denn ein Cabrio, in dem es sich so komfortabel reisen lässt, findet man sonst nur bei Bentley und Rolls-Royce. Am liebsten wären wir nach unserer Testfahrt direkt mit dem Fahrzeug nach Hause gefahren, doch ein Blick ins Portemonnaie holte uns schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Warum muss so viel Spaß eigentlich immer so viel kosten?
 
 

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