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Erster Test: Kia Sportage Diesel mit 48-Volt

Erster Test: Kia Sportage Diesel mit 48-Volt

Mehr Spannung für den Sportage

20.07.2018

Mit in Summe bereits über 140.000 verkauften Sportage in Deutschland ist der kompakte SUV-Koreaner das Erfolgsmodell für Kia. Jetzt erfährt der Dauerbrenner eine umfangreiche Überarbeitung — neben kleinen optischen Korrekturen hatten die Entwickler vor allem Motoren und Assistenzsysteme im Blick. Und während andere Hersteller mindestens einige ihrer Selbstzünder in den Ruhestand schicken, bleibt Kia standhaft und setzt weiterhin und unbeirrt auf den Diesel. Damit dieser auf seinem gerade steinigen Weg nicht ins Stolpern kommt, stattet Kia ihn mit einem 48-Volt-Mild-Hybrid-System aus. Auf Einladung von Kia haben wir den stärksten, elektrisierten Diesel-Sportage für Sie getestet.

Erster Test Kia Sportage Diesel mit 48-VoltGalerie

Bei den Selbstzündern präsentiert Kia gleich zwei neue Motoren. Der bisherige 1,7-Liter-Diesel wird durch ein 1,6-Liter-Aggregat ersetzt, in wahlweise zwei Leistungsstufen mit 115 PS oder 136 PS. Das Highlight wartet aber noch eine Stufe darüber: Ein 48-Volt-Mild-Hybrid-System und ein Startergenerator unterstützen fortan den großen 2,0-Liter-Diesel mit 185 PS. Mit diesem System lassen sich laut Kia bis zu zehn Prozent Sprit einsparen.

Erster Test Kia Sportage Diesel mit 48-VoltDank der elektrischen Helfer steht ein kleiner Extraschub, beispielsweise zum Überholen auf Landstraßen von 16 PS zeitweise parat. Zudem kann der Motor unter 30 km/h, beim Ausrollen an der Ampel, ausgeschaltet werden. Nachteil: Die zusätzliche Batterie braucht Platz. Stehen bei den herkömmlichen Sportage-Varianten 480 Liter Stauraum zur Verfügung, schrumpft dieser beim 48-Volt-Modell um 40 Zähler auf 440 Liter. Dafür steigt der Preis: Mindestens 38.190 Euro müssen für das Spitzenmodell investiert werden, und damit ein paar Tausender mehr als für die bisherige Top-Version ohne Elektrifizierung.

Und in der Praxis?

Erster Test Kia Sportage Diesel mit 48-VoltEin Blick in die technischen Daten verrät, der Sportage legt sein maximales Drehmoment von 400 Newtonmeter zwischen 1.750-2.750 Umdrehungen an – ein kleines Turboloch beim Start ist zu spüren. Doch nach dieser Hürde sprintet der geladene Sportage aber munter los. Bis Landstraßentempo erreicht ist, vergehen 9,1 Sekunden. Die Lenkung ist satt ausgelegt und nicht zu leichtgängig, sodass man den Kompakten präzise durch den wuseligen Stadtverkehr manövrieren und ihn auf der Landstraße flott durch Kurven dirigieren kann.

Erster Test Kia Sportage Diesel mit 48-VoltUnter 30 km/h schaltet das Mild-Hybrid-System wie bereits angekündigt den meistens Verbrenner artig aus – manchmal aber auch während des Ausrollvorgangs abrupt und etwas ungezügelt wieder an. Hier werden die Entwickler auf Dauer noch ein wenig an den Stellschrauben drehen müssen. Was bereits ordentlich ist, ist der Verbrauch: Bei unserer ersten Testfahrt hatten wir mit der Automatik-Version einen Durchschnitt von rund sechs Litern – Kia gibt ihn mit 5,7 Liter auf 100 Kilometer an; der Handschalter nimmt sich sogar nur 5,2. Das stimmt freudig, denn ab 2020 werden auch die beiden schwächeren Selbstzünder mit Mild-Hybrid ausgestattet und dürften dann ebenfalls noch ein bisschen sparsamer werden.

Die inneren Werte

Erster Test Kia Sportage Diesel mit 48-VoltAuch im Innenraum hat sich viel getan: Hier hat der Kunde die Wahl zwischen zwei Displaygrößen für das Navi-Infotainment-System. Serienmäßig fährt der Sportage mit einem sieben Zoll großen Touchscreen vor, optional gibt es ein acht Zoll großes, rahmenlos integrierte Display. Auch Lenkrad und Kombiinstrument haben eine Überarbeitung erfahren und sind jetzt näher am Zeitgeschehen. Aus einer anderen Zeit ist dafür die Vielzahl an Knöpfen, die sich im Cockpit platziert haben. Ein Head-up-Display ist für den kompakten Koreaner leider nicht zuhaben.

Erster Test Kia Sportage Diesel mit 48-VoltBei den Assistenten bietet Kia im Sportage neue Systeme an, wie beispielweise eine 360-Grad-Rundumsicht. Dabei kann der Fahrer sein Fahrzeug aus der Vogelperspektive sehen und so noch leichter einparkten. Auch ein Abstandstempomat mit Stop&Go-Funktion und ein Müdigkeitswarner sind nun verfügbar.

 
Fazit
hierErster Test Kia Sportage Diesel mit 48-Volt
Seit 1993 ist Kia am deutschen Markt und hat sich in relativ kurzer Zeit einen guten Platz unter Wettbewerbern gesichert. Der überarbeitete Kia Sportage wird diese Position auf jeden Fall weiter ausbauen: Der starke Selbstzünder mit Mild-Hybrid ist definitiv ein angenehmer Alltagsbegleiter, der mit seinen gut fünf Litern Verbrauch wirklich sparsam ist. Mankos: Das fehlende Head-up-Display und der kleine Kofferraum.
 
 

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