Drucken Weiterempfehlen   Twitter
 
Drucken Weiterempfehlen   Twitter
Galerie: Erster Test Chevrolet Aveo

Erster Test: Chevrolet Aveo

Sichtbarer

20.06.2011

Erst drei Jahre ist es her, dass Chevrolet in Deutschland den Kalos durch den Aveo ersetzt hat. Jetzt steht schon die nächste Generation des Kleinwagens in den Startlöchern – und ab September 2011 auch bei den Händlern.

Bis im vergangenen Jahr der Spark die Bühne betrat, war der Aveo der meistverkaufte Chevrolet weltweit; kein Wunder, dass die Verantwortlichen große Erwartungen in die Neuauflage setzen. Die soll vor allem eins werden: sichtbarer. Denn obwohl Chevrolets Zulassungszahlen in Deutschland stetig steigen, nimmt die Marke im Alltag kaum jemand wahr.

Zugegeben, die angeblich coupéartige Anmutung des neuen Aveo erkennt wohl nur, wer lange genug bei Chevrolet arbeitet und entsprechend indoktriniert ist. Fakt ist aber, dass der Neue markanter daher kommt als der Vorgänger; sowohl als Steilheckversion, wie auch als – in Deutschland wohl sehr selten anzutreffende – Limousine.

Markant, nicht coupéartig

Galerie: Erster Test Chevrolet AveoAuffällig sind zum Beispiel die großen Doppel-Rundscheinwerfer, die ohne Abdeckung auskommen und an ein Motorrad erinnern sollen – gab es zwar schon, aber auch schon lange nicht mehr. Wie beim Spark sind die Griffe der Fondtüren im oberen Türrahmen versteckt, hinzu kommen ausgestellte Radkästen und ein kurzer, hinterer Überhang, der für ein ansehnliches Heck sorgt.

Das Platzangebot im 4,04 Meter langen Aveo ist ordentlich, vier Erwachsene passen problemlos rein und können, wenn auch nicht auf die aller komfortabelste Art, so aber doch zumindest vernünftig reisen. Das Gepäck kommt in den 290 Liter großen Kofferraum – das ist mehr als in einen Polo passt und ist man nur zu Zweit unterwegs, kann man den Stauraum auf 653 Liter erweitern. Die konservativere, 36 Zentimeter längere Limousine schluckt übrigens 502 Liter.

Plastiklandschaft

Galerie: Erster Test Chevrolet AveoSo ansehnlich der Chevrolet äußerlich auch geworden ist, im Innenraum hat die Designer scheinbar die Lust verlassen. Die triste Hartplastiklandschaft wirkt lieblos zusammengestellt und auch die zahlreichen Grautöne sorgen nicht für angenehmes Ambiente. Hinzu kommt die aus dem Spark bekannte Instrumententafel, die aussieht, als wäre sie aus einem Spielwarengeschäft. Immerhin: Das von Opel bekannte, Chevrolet spricht lieber vom aus dem GM-Regal stammende, Lenkrad liegt gut in der Hand und der Aveo bietet klassenunüblich viele Ablagen.  

Das GM-Regal beschert dem zum großen Teil in Korea entwickelten Aveo übrigens auch ein verhältnismäßig breites Motorenangebot. Mit den 1,2-, 1,4-, und 1,6-Liter-Benzinern stehen zum Marktstart drei Aggregate zur Wahl, die in insgesamt vier Leistungsstufen ein Spektrum von 70 bis 115 PS abdecken. Noch in diesem Winter ergänzt ein 1,3-Liter-Diesel mit 75 und 95 PS das Angebot, der unter anderem aus dem Opel Corsa bekannt ist. Anders als die Benziner, ist der Selbstzünder auch mit Stop-Start-Automatik erhältlich.

Vom elektrischen Fensterheber...

Galerie: Erster Test Chevrolet AveoFür welches Triebwerk man sich entscheidet, dürftet beim Aveo in erster Linie vom Geldbeutel abhängen; Fahrspaß steht bei keinem Motor im Vordergrund, allen mangelt es an Durchzug doch für den Statdverkehr ist auch der schwächste noch ausreichend. Allerdings muss bei der Motorenwahl bedacht werden, welche Ausstattung man möchte, die steht und fällt nämlich mit der PS-Zahl.

So dient der 1.2er mit 70 PS als Sparmodell, das für 11.990 Euro ausschließlich in der Basisausstattung zu haben ist. Die bringt immerhin ein CD-Radio, elektrische Fensterheber vorn, ein höhen- und längsverstellbares Lenkrad, einen Tempomat und anders als beim Vorgänger auch ESP mit. Will man Chromdekor, einen USB-Anschluss, eine manuelle Klimaanlage und ein Multifunktionslenkrad, muss man zur 86-PS-Variante greifen – und schon 14.690 Euro auf den Tisch legen.

... bis zum Tempomat

Galerie: Erster Test Chevrolet AveoWer zum 100 PS starken 1.4er greift, bekommt zusätzlich elektrische Fensterheber hinten, elektrisch einstellbare Außenspiegel und eine Armlehne für den Fahrer. Aufpreis: nochmal 1.000 Euro. Und für 17.290 gibt es schließlich den 115 PS starken 1,6-Liter-Motor in der Topausstattung, mit 16-Zoll-Alurädern, Nebelleuchten, Parksensoren, Lederlenkrad, Sitzheizung und Lichtautomatik.  

Sonderausstattung gibt es nicht wirklich, einziger Posten für alle Modelle ist der Metallic-Lack für 390 Euro, für den 1.6er kann außerdem ein Schiebedach für 600 Euro geordert werden. Getrost verzichten kann man dagegen auf die für die beiden stärksten Benziner erhältliche Automatik. Sie hat mit sechs Stufen zwar einen Gang mehr als die Schaltgetriebe, arbeitet aber unharmonisch und raubt den Motoren jeden Rest an Temperament und treibt den Verbrauch um rund einen Liter in die Höhe. Sparsamster ist übrigens der 70-PS-Benziner, der fünfeinhalb Liter konsumieren soll.

Fazit

Galerie: Erster Test Chevrolet AveoAusreichend Platz und seine nicht allzu spärliche Ausstattung sprechen für den neuen Chevrolet Aveo. Mankos sind die schwächlichen Motoren, für die es, bis der Diesel kommt, auch keine Spritsparmaßnahmen gibt. Und der Preis: Zwar ist das Basismodell mit unter 12.000 Euro ein Schnäppchen, doch steigen die Preise mit etwas mehr Ausstattung und Leistung schnell in die Höhe.

 

AutoScout24-TV
Special: Roadtrip

AutoWelten

No data available

ServiceWelten

No data available

Sicherheit online

Schützen Sie sich vor Datenklau (Phishing), Scheckbetrung und unseriösen Angeboten.
Surfen Sie sicher mit unseren Tipps.

Suche nach Angeboten

Marke
Model