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Galerie: Erster Test BMW i3s

Erster Test: BMW i3s

Ein bisschen Spaß muss sein

12.01.2018

Die Elektromobilität steckt noch immer in den Kinderschuhen, der richtige Durchbruch gelingt, vielleicht abgesehen von Tesla, noch keinem Hersteller: Die Reichweite zu gering, die Ladeinfrastruktur ist immer noch nicht gut ausgebaut und an die Ladezeiten wollen wir gar nicht denken. Und warum müssen Stromer eigentlich immer so futuristisch aussehen, als wollten uns die Hersteller schon heute zeigen, was uns in hundert Jahren erwartet? Auch der BMW i3 eilt seiner Zeit eifrig voraus – und ist in der s-Version jetzt sogar noch ein wenig flotter unterwegs.

Was der Namenszusatz s in Zahlen heißt? Um zehn Kilowatt steigt die Leistung, auf 135 Kilowatt, und das Drehmoment legt um 20 auf 270 Newtonmeter zu. Aber braucht es diese Leistungssteigerung in einem City-Stromer? Schauen wir uns den Ohne-s-i3 noch einmal genau an: In 7,3 Sekunden ist das Karbonauto auf Tempo 100 km/h beschleunigt. Der Zwischensprint von 80 auf 120 km/h ist in 5,1 Sekunden gemeistert. Damit ist man in fast allen Alltags-Situationen eigentlich bestens bedient. Dennoch war das vielen i3 Kunden zu wenig. Es darf also ein bisschen spritziger sein.

Ob man das merkt?

Galerie: Erster Test BMW i3sDer neue BMW i3s schlägt seinen schwächeren Bruder beim Sprint von null auf 100 km/h gerade mal um 0,4 Sekunden und knackt die Landstraßen-Tempo-Grenze nach 6,9 Sekunden. Einen etwas deutlicheren Sprung schaffen die i3-Entwickler beim Zwischensprint. Ab Tempo 80 verlieren Elektromotoren bei höheren Drehzahlen gerne an Kraft, und hier schlägt die Stunde der Starkversion In nur 4,3 Sekunden beschleunigt die s-Version von 80 auf 120 km/h – 0,8 Sekunden schneller also als der normale i3. Ob der Kunde das im Alltag wirklich spürt, lassen wir mal im Raum stehen und halten stattdessen fest: Ob BMW i3 oder i3s, beide Versionen sind gerade in der Stadt agile und flotte Begleiter.

Galerie: Erster Test BMW i3sDamit man ihn vom Normalo unterscheiden kann, habend die Designer dem s-Modell eine schwarze Kotflügelverbreiterung verpasst, ihn um einen Zentimeter tiefer auf die Straße gelegt, die Spur um ganze vier Zentimeter verbreitert und 20-Zoll-Felgen statt der üblichen 19er aufgezogen. Dadurch liegt er auch rein optisch schon satter auf der Straße. Doch hat das s-Paket auch seinen Preis: Ab 41.150 Euro steht der i3s beim BMW-Händler – das sind 3.600 Euro mehr als für seinen ohnehin nicht günstigen Bruder. Dafür sind aber auch die Voll-LED-Scheinwerfer serienmäßig mit dabei.

Spaß hat auch seine Schattenseiten

Galerie: Erster Test BMW i3sMit mehr Leistung steigt verständlicherweise auch der Verbrauch. Im i3s-Fall um 13 Prozent! Rund 14,3 kWh pro 100 Kilometer benötigt der flotte i3 nach NEFZ-Norm – beim herkömmlichen sind es im besten Fall 12,6 kWh. Die Reichweite sinkt also nach Norm deutlich von 312 auf 280 Kilometer. Bei der realistischen Alltags-Reichweite gibt BMW aber auch beim s-Modell 200 Kilometer an – ob er die schafft, muss er in einem späteren Test noch beweisen!

Galerie: Erster Test BMW i3sWas er schon jetzt demonstriert hat, ist seine Agilität: Auf einem kleinen Handling-Parcours konnte der BMW i3s zeigen, wie gekonnt er sich am Boden festkrallt und flott aus der Kurve raus beschleunigen kann. Schnelle Spurwechsel, eilig durchpfeilte Biegungen oder hektische Lenkbewegungen bringen höchstens den Fahrer aus der Ruhe. Nicht jedoch den BMW i3s. Nichts scheint ihn aus der Fassung zu bringen – dem ob der Akkus tiefen Schwerpunkt sei Dank! Freudig stürzt er sich so in jede Kurve, verzeiht kleine Fehler und gibt direkt Rückmeldung an den Fahrer – und ist der beste Beweis, das E-Mobilität Spaß machen kann!

 
Fazit
hier
Spaß und Elektromobilität müssen sich nicht widersprechen, wie BMW mit dem i3s zeigt. Aber ob der Kunde die kleine Leistungsspritze wirklich merkt? Wer für die Stadt einen Stromer will, der bekommt mit dem i3, mit oder ohne s, ein agiles und spritziges Auto. Und in Anbetracht der immer noch nicht zufriedenstellenden Lade-Infrastruktur ist vielleicht die sparsamere Normal-Version sogar die bessere Wahl. Zumal man für die rund dreieinhalbtausend Euro s-Aufpreis reichlich Strom tanken kann.
 
 

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