Pariser Autosalon 2010
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Galerie: Bericht Modelloffensive bei Lotus

Bericht: Modelloffensive bei Lotus

Und los geht‘s

05.10.2010

Lange dümpelte die britische Traditionsmarke Lotus, die seit 1996 zum malaysischen Proton-Konzern gehört, vor sich hin. Mit der gerade aufgefrischten Elise haben sie zwar einen Dauerbrenner im Programm, aber keinen Dauerrenner. Der noch recht neue Evora verstärkt seit Kurzem das Portfolio, ist aber auch kein Bestseller, obwohl er überzeugen kann. Was aber in den nächsten fünf Jahren bei Lotus kommen soll, sprengt den üblichen Neuheiten-Rahmen kleiner Hersteller.

Fünf neue Modelle stellt Lotus auf dem Pariser Autosalon vor. Ein Neuheiten-Feuerwerk wie es selten zu sehen war. Zwar sind die ausgestellten Fahrzeuge allesamt noch Studien, doch sind sie so realistisch und keineswegs zukunftsfern, dass sich bis zur Serienproduktion wohl nichts Grundlegendes am Design ändern wird.

Vier-, Sechs-, und Acht-Zylinder

LotusDie Namen der Modelle sind hingegen fast alle bekannt. Elise, Elan, Esprit, Elite und Eterne heißen die fünf Sportwagen, Concept CityCar nennen die Briten einen möglichen Smart-, A1-, Mini-Gegner, der aber nur sehr vage besprochen wird. Elite und Eterne bekommen eine komplett neue Plattform, die anderen drei werden auf Basis des heutigen Evora entwickelt.

Elise

LotusDie Elise ist das am weitesten in der Zukunft liegende Modell. Mitte 2015 kann mit dem Nachfolger der ultraleichten Flunder gerechnet werden, die aber im Vergleich zum aktuellen Modell dennoch deutlich an Gewicht zulegt. 1.100 Kilogramm gibt Lotus derzeit an, rund 200 Kilogramm mehr also. Als Motor dient nach derzeitigen Infos ein zwei Liter starker Turbobenziner mit 320 PS. Er soll die ab rund 40.000 Euro startende Elise in 4,2 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen und 270 km/h schnell machen.

Elan

LotusÜber der Elise (und dem Evora) rangiert ab Herbst 2013 der neue Elan. Angetrieben wird der knapp 1.300 Kilogramm schwere 2+2-Sitzer (optional) von einem Vier-Liter-V6. 86.000 Euro will Lotus nach heutigem Wechselkurs für den Elan aufrufen, 8,5 Liter soll der 400 PS starke Sportler verbrauchen. Wird der optional erhältliche Hybridantrieb gewählt, sinkt der Verbrauch weiter. Als Top-Speed geben die Briten 310 km/h für den Elan mit Verbrennungsmotor an, die Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 dauert angeblich kurzweilige 3,5 Sekunden.

Esprit

LotusWieder einen V8 erhält der Lotus Esprit, der für Frühjahr 2013 terminiert ist. Der rund 4,70 Meter lange Zwei-Sitzer bringt 1.450 Kilogramm auf die Waage. Das Gewicht sollte den mindestens 620 PSler jedoch nur wenig entgegensetzen. Produziert wird die Kraft von einem Fünf-Liter-V8, der in abgewandelter Form im Lexus IS-F im Einsatz ist.

Lotus packt noch eine Zwangsbeatmung obendrauf und ermöglicht dem knapp 130.000 Euro teuren Sportwagen beachtliche Fahrleistungen. 330 km/h Höchstgeschwindigkeit und 3,4 Sekunden für den Standardsprint. Ein Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe ermöglicht diese Fahrleistungen. Auch hier setzt Lotus optional auf ein Hybridmodul, das derzeit aber nicht näher beschrieben wird. Das Aggregat befindet sich hinter Fahrer und Beifahrer.

Elite

LotusAuf einer neuen Plattform entsteht derzeit der Lotus Elite, ein 2+2-Sitzer, der ebenfalls vom Lexus-V8 angetrieben werden soll. Im Frühjahr 2014 möchte Lotus den Elite ab rund 140.000 Euro anbieten. Bei ihm wird der V8 vorne installiert, was dem Platzangebot im Fahrgastraum zugutekommen wird. 1.650 Kilogramm Fahrzeuggewicht stehen im Lastenheft, ebenso ein Verbrauch von etwas mehr als neun Liter. Die 620 PS werden den Elite laut Lotus auf 315 km/h beschleunigen und ihn in 3,7 Sekunden auf 100 km/h anfeuern.

Eterne

LotusEin echter Vier-Sitzer mit mehr als fünf Meter Länge soll der Eterne werden, der für Anfang 2015 anvisiert ist. Als Aggregat greift Lotus auch hier auf den Lexus-V8 zurück. Aufgrund des Gewichts von 1.800 Kilogramm fallen die Fahrleistungen marginal schlechter aus als bei den leichteren und kompakteren Brüdern. Nichtsdestotrotz gehört der Eterne, der ein perfekter Porsche Panamera-Gegner werden wird, zu den schnellsten und zugleich sparsamsten (rund neun Liter) Sportwagen. Gegen Aufpreis wird es den Hecktriebler auch als 4x4-Version geben.

Einen ganz anderen Ausblick wagen die Engländer mit dem Concept CityCar. Dabei handelt es sich um eine rund drei Meter kurze Studie, die vor allem Städter mit hohem Anspruch und Exklusivität glücklich machen soll. Ob aus diesem Projekt wirklich mal mehr wird als eine Messe-Studie, darf allerdings bezweifelt werden. Zumindest in Paris war der kleine in der hintersten Ecke versteckt.

Wiedererkennung und Markenidentität

Trotz der Offensive einen alle Lotus-Modelle ein paar grundlegende Dinge: So ist die Familienzugehörigkeit unverkennbar, was das Image und den Wiedererkennungswert der Marke stärken wird. Auch sollen zumindest die kleineren Modelle stets als Coupé und Roadster auf den Markt kommen und, bei alle Modellen hat das Thema Leichtbau Priorität. Denn selbst 1.800 Kilogramm können leicht sein. Für eine viersitzige V8-Sportlimousine ist das ein durchaus guter Wert und Leichtbau gehört zu den Kernkompetenzen von Lotus. Das Proton nun derart aggressiv die Marke vorantreiben will, wundert und erfreut zugleich.

 

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