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Bericht: 60 Jahre Chevrolet Corvette

Bericht: 60 Jahre Chevrolet Corvette

Never ending Story

24.01.2013

Die Corvette von Chevrolet ist eine der wenigen Persönlichkeiten im Automobilbau, die auf eine 60jährige Geschichte zurückblicken kann. Mit der kürzlich in Detroit enthüllten siebten Generation des amerikanischen Sportwagens soll sich diese Karriere fortsetzen. AutoScout24 nutzt die Gelegenheit, um auf die Geschichte des Inbegriffs von Freiheit und Abenteuer auf vier Rädern zurückzublicken.

Es lebe der Sport

Anfang der 1950er Jahre lag der Markt für sportliche Roadster in Amerika brach. Einzig ein mit einem für amerikanische Verhältnisse vergleichsweise mickrigem Vierzylinder ausgerüstetes Vehikel namens Crosley Hotshot mühte sich, das Segment aufrecht zu erhalten. Doch der Ausbau von schnell zu befahrenen Interstate Strecken und der zunehmende Leistungshunger der Kunden machten dem nur 20 kW starken Auto schnell den Gar aus. Der Crosley verschwand, ebenso wie sein Hersteller Anfang der 50er Jahre. Es war Zeit für eine neue Generation leistungsstarker und erheblich luxuriöserer Sportwagen.

Klotzen statt kleckern

Bei GM entstand angesichts dieser Situation der Plan mit einem leichten, gut motorisiertem aber dennoch bezahlbarem  Sportwagen die Bedürfnisse der Kunden in Amerika aber auch in Europa zu befriedigen. So machte sich die Designabteilung von Chevrolet an die Arbeit und entwickelte das neue Auto mit einer Karosserie aus Fiberglas. Angelehnt an das zu seiner Zeit als äußerst innovativ geltenden Design des Jaguar XK 120 schuf Designer Harley Earl mit seinen Mitarbeitern eine amerikanische Version des auch in zahlreichen Filmen populären Briten.

Auf einem Stahlkastenrahmen ruhte die zweisitzige Karosserie, die es in den Anfangsjahren lediglich als Cabriolet gab. Ein eher provisorisches Verdeck musste dabei genügen und half, ebenso wie der zunächst ausschließlich lieferbare Sechszylinder-Reihenmotor, das Gewicht auf 1.305 Kilogramm zu senken.

Acht Zylinder für die Legende

Bericht 60 Jahre Chevrolet Corvette Am 17. Januar 1953 war es dann soweit. Im ehrwürdigen Walldorf Astoria Hotel in New York präsentierte Chevrolet das neue Modell der erstaunten Öffentlichkeit. Nach zahlreichen weiteren Auftritten auf Messen begann die Produktion im Werk in Flint/Michigan. Bis zum Ende des Jahres verließen 300 ausschließlich in Weiß lackierte und in Handarbeit zusammengesetzte Fahrzeuge das Produktionsgelände.

Schnell wurde nach dem Stapellauf am 30. Juni 1953 klar, dass der Sportwagen mit dem 150 PS starken 3,8-Liter-Sechszylindermotor deutlich zu wenig Leistung hatte. Ein neues Aggregat musste her, wollte man eine ernsthafte Rolle auf dem Sportwagensektor spielen. Bei GM war zwischenzeitlich der V8-Motor mit reichlich Hubraum in diversen Modellen zum Standard geworden. Sein Einzug in die Corvette war daher nur eine Frage der Zeit.  Mit Hubräumen von 4,3 - 5,4 Litern begann ab 1955 der „Small Block“ seinen Siegeszug im amerikanischen Sportwagenbau. In diesem Jahr erhielt jedoch nicht nur der Motor der „Vette“, wie der Sportwagen inzwischen liebevoll genannt wurde, mehr Power, auch die Elektrik wurde auf die üblichen 12 statt zuvor 6 Volt umgestellt.

Am Erfolg gearbeitet

Kleinere Facelifts, die Einführung der Benzineinspritzung und die sorgfältige Modellpflege bescherten der ersten Corvette einen zunehmenden Erfolg. In den Folgejahren liefen jährlich rund 10.000 Exemplare des Sportwagens von den Bändern, ein durchaus beachtliches Ergebnis. Das jedoch noch deutlich Luft nach oben war, zeigten die Folgejahre, in denen die Stückzahlen munter zulegten. Das zuckersüß gestylte Coupe kam zunehmend nicht nur bei den Amerikanern, sondern auch bei den Europäern an, wobei dort dem Fahrzeug generell ein gewisser halbseidener Touch anhaftete

Klappe, die Erste

Mit dem Modelljahr 1962 war dann auch Schluss mit dem rosa Doris-Day-Charme der C1-Version und die „Vette“ mutierte zum echten Männerauto. Mit einem geteiltem Heckfenster und einem sehr dynamischen Design machte der „Sting Ray“ getaufte Sportwagen (C2) nun schon deutlich mehr her. Erstmals kamen bei dem Auto nun auch klappbare Scheinwerfer zum Einsatz, die nicht nur die Aerodynamik, sondern auch die dynamische Frontgestaltung maßgeblich beeinflussten.

Bericht 60 Jahre Chevrolet Corvette Nachdem das Coupé gut angenommen wurde, bot GM diese Form neben dem Cabriolet an. Zusätzlich erfuhr auch der Motor eine deutliche Aufwertung. Er verfügte fortan über stattliche sieben Liter Hubraum und gab so den Maßstab für „echte“ Musclecars vor. Das Aggregat war, wie schon beim Vorgänger, im Bug montiert. Ein kurzeitiger Test mit einer Mittelmotorkonstruktion fiel so enttäuschend aus, dass sich die Techniker weitere Experimente verkniffen. Obwohl das Design der Corvette gut ankam, war bereits nach vier Jahren Schluss mit der C2, was sie heute zu einem begehrten Sammelobjekt macht.

Alles andere als eine Flaschen-Corvette

Mit dem Ende der Corvette C2 begann die erfolgreichste Ära in der Geschichte des Sportwagens. Größer und mit völlig neuem Design betrat die „Coke Bottle“-Corvette die Bühne. 1967 war die Zeit reif für ein deutlich komfortableres Modell, wenngleich auch das Cabriolet bereits 1975 wegen der verschärften Sicherheitsvorschriften wieder aus den Preislisten verschwand. Das mit herausnehmbaren Dachelementen versehene Coupe erfreute sich, nicht zuletzt wegen seines nun auf üppige 7,4 Liter aufgebohrten V8-Motors und seiner maximalen Leistung von 435 PS, größter Beliebtheit.

Bericht 60 Jahre Chevrolet Corvette Die stark taillierte Seitenlinie und die Wölbungen über den Radhäusern verschafften dem Modell seinen Spitznamen, dem es auch nach Produktionsende im Oktober 1982 treu blieb. Vorlage für dieses ungewöhnliche Aussehen war dabei das bereits im Jahr 1965 erschienene Mako Shark II Conceptcar, das großen Einfluß auf das Design der C3 Corvette hatte.

Living in a plastic age

Mit dem Ende der Corvette C3 begann auch bei Chevrolet das Zeitalter des technisch funktionalen Designs. Die im Frühjahr 1983 lancierte Ausgabe des Coupés schienen für die europäischen Käufer wie geschaffen. Ihr Verkauf begann jedoch erst 1984, weshalb 1983 als das einzige Jahr ohne einen eigenen Corvette-Jahrgang gilt, wenngleich die ersten verkauften Modelle die Fahrgestellnummer aus dem Jahr 1983 erhielten. Das aus Kunststoff hergestellte Coupé, sowie das 1986 eingeführte Cabriolet zeigten keine Spur mehr vom schwülstigen Design ihrer Vorgänger.

Bericht 60 Jahre Chevrolet Corvette Die Corvette der Moderne präsentierte sich dazu auch im Innenraum glatt und modern, indem sie unter anderem über ein Armaturenbrett mit Digitalziffern verfügte. Eine High-End-HiFi-Anlage, elektrisch verstellbare Sitze sowie Lederpolster schufen ein Luxusambiente, wie es zum damaligen Zeitpunkt bei Sportwagen eher selten anzutreffen war.

1989 lösten die Techniker dann in dem Modell C4 das Ticket für die große Leistungsshow und pflanzten der Corvette einen hochmodernen V8 mit Vierventiltechnik ein. Statt biederer 230 bis 250 PS lagen nun 285 PS an der optionalen Automatik an. Ein Wert, der sich durch die 1990 eingeführte ZR1-Version (385 PS) und den TwinTurbo-Modellen jedoch noch einmal toppen ließ, hier lag die Leistungsausbeute bei üppigen 405 PS und brauchte sich vor der europäischen Konkurrenz nicht zu verstecken.

Klappe, die Letzte

Bericht 60 Jahre Chevrolet Corvette Nach der famosen Corvette ZR1mit 395 PS mußten sich die Ingenieure in Bowling Hill einiges einfallen lassen, um den immer anspruchsvolleren Kundenwünschen gerecht zu werden. Eine komplette Neukonstruktion von Karosserie, Fahrwerk und Motor belastete das ins Trudeln geratene Firmenkonglomerat GM jedoch so sehr, dass die C5 mit erheblicher Verspätung in die Showrooms der Händler rollte. Dies verhalf der C5 zu dem Titel der am längsten gebauten Corvette, schuf allerdings auch bei den Kunden eine hohe Erwartungshaltung hinsichtlich der Leistungsfähigkeit des neuen Modells.

Im ersten Produktionsjahr blieb es bei der Coupé- und der Targa-Version, erst 1997 erschien das bügelfreie Cabriolet. Die Generation C5 kam aufgrund ihrer späten Geburt zudem in den Genuss, die Sondermodelle für das 45. und das 50. Jubiläum stellen zu dürfen. Zahlreiche bestens ausgestattete Versionen in Sonderfarben, darunter das Pace Car der Indianopolis Rennserie, erfreuen daher den Sammler und ziehen die bewundernden Blicke auf sich. Zwischen 345 und 405 PS lag bis zur Einstellung dieses Modells im Jahr 2006 die Leistung des V8-Triebwerkes und in der GM-Chefetage freute man sich über eine stabil hohe Nachfrage, die jährlich rund 35.000 Kunden zu Corvettefahrern werden ließ.

Augen auf bei der Fahrzeugwahl

Bericht 60 Jahre Chevrolet Corvette Mit dem Launch der Nachfolge-Generation begab sich das Design auf einen neuen Weg. Die jahrelang gepflegten Klappscheinwerfer verschwanden bei Corvette Nummer 6 und wichen Leuchtelementen, die durch eine gemeinsame Streuscheibe abgedeckt waren. Dazu wurde die Corvette straffer und strenger im Ausdruck.

Angesichts des mindestens 430 PS starken V8-Motors im Bug ein willkommenes Hilfsmittel, um die linke Spur freizuschaufeln. Zahlreiche Rennerfolge machten aus der Corvette C6 einen echten Supersportwagen, dessen Image dem der europäischen Wettbewerber um nichts nachsteht. Insbesondere die auf 638 PS erstarkte ZR1 Version sorgt bei Sportwagenfans nach wie vor für einen Adrenalinschub, zaubert sie doch dank der Verwendung von Leichtbaumaterialien Fahrleistungen auf den Asphalt, die ihres Gleichen suchen.

Mit der nun vorgestellten siebten Version der Corvette setzt GM den ursprünglich eingeschlagenen Weg eines amerikanischen Volkssportlers fort. Denn auch wenn die Corvette nicht die filigranen und ausgefeilten technischen Lösungen ihrer europäischen Mitbewerber bietet, begeistert die C7 genauso wie ihre Vorfahren und bietet wie kaum ein anderes Produkt „Made in the USA“ dem Kunden die Möglichkeit den „American way of live“ zu erfahren.

 

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